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Behindertenbeauftragter lobt neues Mainzer Fußballstadion

Mainz. Das neue Stadion des Mainzer Fußballbundesligisten 1. FSV Mainz 05 ist nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Behindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul (Foto: Ministerium) deutlich behindertenfreundlicher als sein Vorgängerbau. In der Vergangenheit hätten die Plätze für behinderte Fans bei Heimspielen des Mainzer Clubs oft nicht ausgereicht, sagte er gestern

Mainz. Das neue Stadion des Mainzer Fußballbundesligisten 1. FSV Mainz 05 ist nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Behindertenbeauftragten Ottmar Miles-Paul (Foto: Ministerium) deutlich behindertenfreundlicher als sein Vorgängerbau. In der Vergangenheit hätten die Plätze für behinderte Fans bei Heimspielen des Mainzer Clubs oft nicht ausgereicht, sagte er gestern. In der neuen, nach dem Co-Sponsor benannten Coface Arena solle es 90 Plätze für Rollstuhlfahrer und damit doppelt so viele geben wie früher. Auch sei die Rollstuhlfahrer-Tribüne, die früher mit entsprechend schlechter Sicht direkt hinter einem der Tore gelegen habe, in den Mittelfeldraum verlegt worden.Beim Bau seien auch andere Wünsche von Behinderten berücksichtigt worden. So seien die Theken aller Gastronomie-Stände soweit abgesenkt worden, dass sie auch für Rollstuhlfahrer zu erreichen seien. In dem alten Stadion sei es Behinderten dagegen sehr schwer gefallen, sich eine Bratwurst zu kaufen. Mit seinem Audio-Kommentierdienst für Blinde und sehbehinderte Besucher, einem Betreuer für behinderte Fans und anderen Angeboten habe sich in Mainz eine "Vorzeigekultur" entwickelt, sagte Miles-Paul. Das Stadion soll im Juli eröffnet werden. epd