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Beck sorgt sich um Arbeitsplätze bei den Automobilzulieferern

 Die Automobilzulieferer haben hart zu kämpfen. Foto: dpa
Die Automobilzulieferer haben hart zu kämpfen. Foto: dpa
Mainz. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat von der Bundesregierung einen Gipfel zur prekären Situation der Automobilzulieferer in Deutschland gefordert. Die Automobilkonzerne erhöhten derzeit den Preisdruck auf die Zulieferbetriebe in einem Maße, dass es deren Existenz bedrohe, sagte Beck gestern in Mainz

Mainz. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hat von der Bundesregierung einen Gipfel zur prekären Situation der Automobilzulieferer in Deutschland gefordert. Die Automobilkonzerne erhöhten derzeit den Preisdruck auf die Zulieferbetriebe in einem Maße, dass es deren Existenz bedrohe, sagte Beck gestern in Mainz. Da würden Preissenkungen von acht Prozent pro Jahr verlangt, "das kann nicht gut gehen", warnte der Ministerpräsident.Offenbar versuchten die Autokonzerne, möglichst viele Produktionen in Billiglohnländer abzudrängen. Das aber werde in Deutschland hunderttausende von Arbeitsplätzen kosten. In Rheinland-Pfalz sind Beck zufolge überdurchschnittlich viele Zuliefererbetriebe ansässig.

Beck sagte, er habe deswegen einen Brief an Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) geschickt, der sich aber ablehnend geäußert habe. Der Rheinland-Pfälzer forderte trotzdem, ein Gespräch mit den Automobilkonzernen anzusetzen.

In der Krise habe die Politik den Autokonzernen unter andrem mit der Abwrackprämie enorm geholfen, sagte Beck zur Begründung. Da könne man jetzt "nicht einfach hinnehmen", dass die "den Zulieferern den Hals zudrücken", betonte er. "Wir machen doch sonst auch Gipfel am laufenden Band", fügte Beck mit Blick auf den Benzin-Gipfel zum Sprit E10 ironisch hinzu. dapd