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Beate Reich: Der Opferschutz hat an Bedeutung gewonnen

Mainz. Wer als Opfer eines Verbrechens vor Gericht in den Zeugenstand gerufen wird, verdient nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Justizministeriums besondere Unterstützung

Mainz. Wer als Opfer eines Verbrechens vor Gericht in den Zeugenstand gerufen wird, verdient nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Justizministeriums besondere Unterstützung. Opfer müssten "mit ihrer gesamten Persönlichkeit wahrgenommen und entsprechend behandelt werden", teilte Justiz-Staatssekretärin Beate Reich (SPD) gestern anlässlich des "Tages der Kriminalitätsopfer" in Mainz mit. Eine moderne Justiz dürfe die Opfer "nicht auf ihre Bedeutung als Beweismittel für das Strafverfahren reduzieren". Wichtig sei ein sensibler Umgang vor allem mit kindlichen oder jugendlichen Opfern sowie Opfern schwerer Gewaltverbrechen. Opferschutz habe in den vergangenen zehn Jahren stetig an Bedeutung gewonnen, sagte Reich. So seien etwa seit März 2009 bei allen Gerichten, Staatsanwaltschaften im Land Zeugenkontaktstellen eingerichtet worden, die Zeugen mit Rat und Hilfe zur Seite stehen. dpa