| 23:10 Uhr

Marlon Bröhr unterliegt deutlich
Baldauf führt CDU in Landtagswahlkampf

 Christian Baldauf  entschied die Kür mit 80,25 Prozent der Stimmen deutlich für sich.  Foto: Silas Stein/dpa
Christian Baldauf  entschied die Kür mit 80,25 Prozent der Stimmen deutlich für sich. Foto: Silas Stein/dpa FOTO: dpa / Silas Stein
Neustadt/Weinstraße. Christian Baldauf tritt bei der Landtagswahl 2021 als CDU-Spitzenkandidat an. In der Kampfabstimmung unterlag Herausforderer Marlon Bröhr deutlich.

(dpa) Die rheinland-pfälzische CDU wird mit Christian Baldauf als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 2021 ziehen. Der 52-Jährige wurde am Samstag mit 80,25 Prozent der Stimmen gewählt. 321 der 407 Delegierten des Landesparteitags in Neustadt/Weinstraße stimmten für den Juristen aus der Pfalz. Sein Herausforderer, der Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises Marlon Bröhr (45), bekam nur 79 Stimmen.

Baldauf, der als verlässlicher Teamplayer gilt, appellierte in seiner gut halbstündigen, mehrfach von Applaus unterbrochenen Rede an die Partei, ihn zu unterstützen. Er forderte mehr Erzieher, Lehrer, Pfleger, Medizin-Studienplätze und Ärzte sowie eine wohnortnahe medizinische Versorgung. Er versprach mehr Geld für die Kommunen sowie eine „ernsthafte Umwelt- und Klimapolitik ohne Hysterie“, die die Städte nicht gegen das Land aus-­spiele. Er wolle die Wirtschaftspolitik und Investitionen in Brücken, Straßen, und den Breitband- und Mobilfunkausbau voran bringen.

Eine Zusammenarbeit mit der AfD werde es nicht geben, betonte Baldauf. „Die AfD will eine andere Republik.“ Die CDU müsse die Nichtwähler zurückgewinnen.



Er werde die „schlechten Arbeitsbedingungen“ für Polizei, Gerichte und Staatsanwaltschaften verbessern. Baldauf sprach sich zudem für eine klare Asylpolitik aus. Dazu gehöre auch, „dass wer nicht bleiben kann, wieder zurückkehrt“. Die Union werde sich für eine Entschuldung der Kommunen stark machen und sie aus „dem Korsett der klebrigen Landesfinger“ befreien.

Landrat Bröhr – der noch keine landespolitische Erfahrung hat – hatte seine Kandidatur erst zweieinhalb Wochen zuvor bekannt gegeben und für seine Rede nur wenig Applaus bekommen.

(dpa)