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Ausbau der Moselschleusen bringt laut Lewentz Zeitersparnis

Worms. Nach dem Ausbau der deutschen Moselschleusen sollen Frachtschiffe deutlich schneller von der Mündung in den Rhein bei Koblenz bis ins Saarland gelangen. "Dabei geht es um eine Ersparnis von teilweise mehr als zehn Stunden. Agentur

Das ist unser Ziel bis spätestens 2031", sagte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Roger Lewentz (SPD ) der dpa in Mainz.

Bei der Verkehrsministerkonferenz an diesem Donnerstag und Freitag in Worms wird auch der Bundesverkehrswegeplan 2015 zum Thema. Für diese langfristige nationale Planung hat Rheinland-Pfalz unter anderem den Bau zusätzlicher Schleusenkammern an der Mosel angemeldet. Lewentz betonte, hierzu erwarte er klare Aussagen vom Bund. Die Schleusen sind die Nadelöhre für die Moselschifffahrt. "Gerade im Sommer müssen die Frachtschiffe dort oft lange warten, weil die meisten Schleusen bislang nur eine Kammer vorhalten und die Passagierschiffe Vorrang haben", erklärte der Minister. 14 Millionen Tonnen Fracht würden jährlich auf der deutschen Mosel befördert. "Das ist ökologisch, das spart sehr viele Lastwagenfahrten."

Nach den Schleusen Zeltingen und Fankel wird derzeit die Trierer Schleuse mit einer zweiten Kammer ausgebaut. Für die anderen sieben Schleusen Lehmen, Wintrich, Müden, St. Aldegund, Detzem, Enkirch und Koblenz gibt es laut Lewentz noch keine konkreten Ausbaupläne.