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AfD will Streit beruhigen: Petry und Gauland beschwören Einigkeit

Bingen. Schwierige Zeiten für die AfD: Die Partei ist zerstritten, die Umfragewerte sinken. Die Parteiführung beschwört Einigkeit, sieht in den Differenzen aber auch Positives. Agentur

Weniger streiten, aber interne Differenzen anerkennen: Die AfD-Führung versucht, den für sie gefährlichen internen Machtkampf zu begrenzen. "Es kommt manchmal nicht so sehr darauf an, ob und wie sehr wir uns mögen, sondern dass wir gemeinsam nach vorn schauen", sagte Parteichefin Frauke Petry beim Bundeskongress der AfD-Jugend am Samstag in Bingen . Zuletzt hatte vor allem die Spaltung der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg für Spannungen in der Parteiführung gesorgt. Auslöser war der Umgang mit dem Abgeordneten Wolfgang Gedeon gewesen, dem Antisemitismus vorgeworfen wird. Auch Parteivize Alexander Gauland, der Petry zuletzt wegen ihres Einschreitens in Stuttgart scharf kritisiert hatte, bemühte sich um versöhnliche Töne. Bürger hätten ihn aufgefordert, sich in der Partei nicht zu zerstreiten. Zur Spaltung in Stuttgart sagte Gauland - ganz auf der Linie des Bundesvorstandsbeschlusses: "Es kann auf Dauer nur eine Fraktion der AfD in Baden-Württemberg geben - alle Beteiligte müssen Wege zu einer neuen, anderen Zusammenarbeit finden." Petry sagte, bei allem Willen zur Zusammenarbeit müsse man auch Differenzen anerkennen. Der Vorsitzende der Jungen Alternative (JA), Sven Tritschler, appellierte an die Parteiführung: "Nehmt euch zusammen." Der rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Uwe Junge mahnte einmal mehr zur öffentlichen Zurückhaltung. Die Parteiführung habe die "verdammte Pflicht, den Laden zusammenzuhalten". Nur so könne man bei Wahlen erfolgreich sein. Unterdessen berief die AfD laut "Frankfurter Allgemeine Zeitung" für 14. August einen Parteikonvent aus Mitgliedern der Landesverbände und des Bundesvorstandes ein. Bei der Sitzung sollen demnach Mitglieder des Bundesvorstandes zu der Frage angehört werden, ob sie trotz ihrer Streitigkeiten zu einer Zusammenarbeit fähig sind. Sollte der Eindruck überwiegen, dass dies nicht möglich ist, planten Mitglieder des Konvents die Einberufung eines Sonderparteitages, was mit einfacher Mehrheit möglich sei, so die Zeitung.

Zu dem JA-Kongress kamen auch Vertreter von Jugendorganisationen anderer rechtspopulistischer Parteien in Europa,