| 22:50 Uhr

Angst for „No-Go-Areas“
AfD warnt vor ethnischen Unruhen in Bad Kreuznach

Mainz/Bad Kreuznach. Nach Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Bürgern und einer Gruppe afghanischer Flüchtlinge in Bad Kreuznach hat die rheinland-pfälzische AfD im Mainzer Landtag vor „ethnischen Unruhen“ gewarnt. Fraktionschef Uwe Junge sprach von „brutalen Kampfszenen“. Der Landesregierung warf er vor, das Entstehen „offizieller No-Go-Areas“ zugelassen zu haben. Aus einem Versorgungs- und Unterbringungsproblem sei ein Problem der Inneren Sicherheit geworden. Redner aller anderen Fraktionen und Innenminister Roger Lewentz (SPD) wiesen die Vorwürfe zurück.

Nach Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Bürgern und einer Gruppe afghanischer Flüchtlinge in Bad Kreuznach hat die rheinland-pfälzische AfD im Mainzer Landtag vor „ethnischen Unruhen“ gewarnt. Fraktionschef Uwe Junge sprach von „brutalen Kampfszenen“. Der Landesregierung warf er vor, das Entstehen „offizieller No-Go-Areas“ zugelassen zu haben. Aus einem Versorgungs- und Unterbringungsproblem sei ein Problem der Inneren Sicherheit geworden. Redner aller anderen Fraktionen und Innenminister Roger Lewentz (SPD) wiesen die Vorwürfe zurück.

Lewentz berichtete, dass es in der Kurstadt wiederholt zu erheblichen Ruhestörungen und Körperverletzungen durch eine Gruppe von rund 30 alkoholisierten Afghanen gekommen sei. Die Polizei zeige Präsenz in den Grünanlagen, die den Tätern als Treffpunkte dienten. Dies und die nächtliche Sperrung der Parks hätten die Situation beruhigt. „Es gibt keine Störungen mehr“, sagte Lewentz. Die Vorfälle in Bad Kreuznach hätten sich grundsätzlich auch an anderen Orten im Land ereignen können. „Das ist alles, nur kein Beleg dafür, dass Rheinland-Pfalz an irgendeiner Stelle No-Go-Areas hätte“, sagte Lewentz. „Das ist Unsinn.“

Die Vorwürfe der AfD stießen nicht nur in den Regierungsfraktionen, sondern auch bei der oppositionellen CDU auf Ablehnung. Die CDU-Fraktionsvorsitzende und Bad Kreuznacher Abgeordnete Julia Klöckner warf Junge vor, ein Zerrbild der Wirklichkeit zu zeichnen.



(epd)