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Klare Distanzierung gefordert
AfD-Landeschef für konsequentes Vorgehen gegen Rechtsextremismus

Der Landeschef der rheinland-
pfälzischen AfD, Uwe Junge.
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Der Landeschef der rheinland- pfälzischen AfD, Uwe Junge. Foto: Frey/dpa FOTO: picture alliance / dpa / Thomas Frey
Mainz. Der rheinland-pfälzische AfD-Chef Uwe Junge fordert eine klare Distanzierung der Partei gegen rechtsextremistische Bestrebungen. „Wir müssen da jetzt auch konsequenter hingucken“, sagte Junge am vergangenen Donnerstag in Mainz.

Das sei auch seine Forderung an alle anderen Landesvorsitzenden. „Die AfD ist eine bürgerlich-konservativ-patriotische Partei und keine rechtsextreme Partei.“ Innerhalb des Landesvorstands sei extra eine Gruppe eingerichtet worden, die solche Dinge genau recherchiere. „Das wirft insgesamt kein gutes Licht auf die Partei“, sagte Junge. Dennoch sei es nötig, konsequent dagegen vorzugehen.

Der AfD-Landesvorstand hat bisher zwei Verfahren zum Parteiausschluss auf den Weg gebracht - gegen den Abgeordneten Jens Ahnemüller aus Konz und die frühere stellvertretende Landesvorsitzende Christiane Christen aus Harthausen. Beiden legt die Landesspitze zur Last, dass sie Kontakte zu einem früheren NPD-Mitglied hatten. Ahnemüller hatte dies eingeräumt, aber einen rechtsextremen Hintergrund verneint, Christen hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Junge sagte, die Verbindung zwischen Christen und dem früheren NPD-Funktionär sei durch Chatprotokolle und eidesstattliche Erklärungen nachgewiesen worden. Christen hatte erklärt, sie habe nie mit dem ehemaligen NPD-Landesvize Sascha Wagner kooperiert (wir berichteten).

(dpa)