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1000 Armee-Beschäftigte treten in den Warnstreik

Ramstein. Etwa 1000 Zivilbeschäftigte ausländischer Streitkräfte in Rheinland-Pfalz haben sich gestern an einem eintägigen Warnstreik beteiligt. Mit der Protestaktion wollte die Gewerkschaft Verdi den Druck in den bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Stationierungsstreitkräfte in Deutschland erhöhen. Die Warnstreikler trafen sich gestern in Ramstein zu einer Kundgebung

Ramstein. Etwa 1000 Zivilbeschäftigte ausländischer Streitkräfte in Rheinland-Pfalz haben sich gestern an einem eintägigen Warnstreik beteiligt. Mit der Protestaktion wollte die Gewerkschaft Verdi den Druck in den bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Stationierungsstreitkräfte in Deutschland erhöhen. Die Warnstreikler trafen sich gestern in Ramstein zu einer Kundgebung. Die Gewerkschaft zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden. "Die Beschäftigten sind bereit für weitere Protestmaßnahmen, sollten diese notwendig sein", sagte Paul-Christian Koch, Fachbereichsleiter Bund-Länder bei Verdi Rheinland-Pfalz. Er zeigte sich überzeugt, dass sich dann noch mehr Arbeitnehmer beteiligen würden. Bei den Tarifverhandlungen, die morgen in Bonn fortgesetzt werden, geht es unter anderem um 8000 Beschäftigte in Rheinland-Pfalz. Sie arbeiten fast ausschließlich für das US-Militär. Dabei handelt es sich in der Regel um deutsche Mitarbeiter - vom Busfahrer bis zum Bäcker. Die Militärs haben bislang 1,9 Prozent mehr Gehalt geboten. Verdi war mit einer Forderung von acht Prozent in die Verhandlungen gegangen. Koch zeigte sich zuversichtlich, dass es bei dem Treffen morgen eine Einigung in dem Tarifstreit geben könnte. dpa