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100 Arbeitsplätze für Behinderte

Mainz. Ein vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium ins Leben gerufenes Projekt zur Schaffung von regulären Arbeitsplätzen für Behinderte funktioniert offensichtlich sehr gut. "Mehr als 100 Menschen mit Behinderungen konnten so einen Arbeitsplatz finden", bilanzierte gestern Fachministerin Malu Dreyer (SPD, Foto: dpa) laut Mitteilung in Mainz

Mainz. Ein vom rheinland-pfälzischen Sozialministerium ins Leben gerufenes Projekt zur Schaffung von regulären Arbeitsplätzen für Behinderte funktioniert offensichtlich sehr gut. "Mehr als 100 Menschen mit Behinderungen konnten so einen Arbeitsplatz finden", bilanzierte gestern Fachministerin Malu Dreyer (SPD, Foto: dpa) laut Mitteilung in Mainz. Das Projekt "Budget für Arbeit" wurde den Angaben zufolge im Jahr 2006 als Modell entwickelt. Bei diesem Modell nutzen die Träger der Sozialhilfe Mittel, die ansonsten für die Beschäftigung in Behindertenwerkstätten eingesetzt würden, um für die Betroffenen Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu fördern. "Menschen mit Behinderungen fällt es besonders schwer, eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden", sagte die Ministerin. Das Modellprojekt habe sich hier bewährt. Die Geldleistung werde als Budget für Arbeit statt an die Werkstatt direkt an den Arbeitgeber als Ausgleich für eine so genannte Minderleistung des Menschen mit Behinderung gezahlt. "Budgetnehmer nehmen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf, werden tariflich entlohnt und sind - außer in der Arbeitslosenversicherung - sozial versichert", sagte Dreyer. Sie hätten so den gleichen Arbeitnehmerstatus wie ihre nicht behinderten Kollegen. dpa