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Traditionen zum Fest des Feste
Weihnachtsstimmung aus der Flimmerkiste 

Berlin. In einer Woche ist Weihnachten – und Ihnen ist noch gar nicht nach festlichem Beisammensein? Hier sind neun Filme, die helfen könnten. Einer davon hat gerade politisch Schlagzeilen gemacht.

Die Zeit vor Weihnachten artet nicht selten in Stress aus. Noch schnell Geschenke besorgen und die Einkaufsliste fürs Essen abarbeiten. Manche gönnen sich zwischendurch eine Pause und schalten ihren liebsten Weihnachtsfilm ein. Hier sind acht Vorschläge – und ein Bonusfilm, der sich auch für Weihnachtshasser eignet.

Alles beginnt am Londoner Flughafen. „Tatsächlich... Liebe“ erzählt mehrere Geschichten. Hugh Grant tanzt als Premierminister durchs Haus, Keira Knightley wartet auf ein Video und Bill Nighy spielt einen versoffenen Musiker. Kurz vor der britischen Parlamentswahl hat übrigens Premier Boris Johnson den Film nachgeahmt - und in dem Clip mit Pappschildern für seine Partei geworben.

Für manche ist „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ der Klassiker schlechthin. Die deutsch-tschechische Produktion aus den frühen 1970ern hat selbst in Norwegen Fans. Gezeigt wird sie zu Weihnachten gleich auf mehreren Kanälen (etwa an Heiligabend im Ersten). Der Regisseur Vaclav Vorlicek ist Anfang 2019 gestorben. Er galt als einer der Wegbereiter des tschechoslowakischen Märchenfilms.



Nirgendwo lernt man so kreative Wege, um sich gegen Einbrecher zu wehren. „Kevin – Allein zu Haus“ lässt Zuschauer auch rund 30 Jahre später mit dem jungen Macaulay Culkin mitfiebern. Die Fortsetzung „Kevin – Allein in New York“ zeigt ebenfalls viel weihnachtliches Bling-Bling. Noch heute schauen übrigens Fans deswegen gerne in der Lobby des Plaza-Hotels in Manhattan vorbei.

Alles sieht zuckersüß aus, aber der Grinch hat trotzdem keine Lust auf Weihnachten. Das Kinderbuch des Autors Theodor Seuss Geisel („Dr. Seuss“) aus den 1950ern ist schon mehrfach verfilmt worden. Für Komiker Jim Carrey gehört der haarige, grüne Grinch zu seinen bekanntesten Rollen. Vor einem Jahr erschien auch eine neue Zeichentrickvariante mit Otto Waalkes als Sprecher.

Der kleine Lord Fauntleroy wärmt noch heute Herzen. Auch der Roman „Der kleine Lord“ wurde mehrfach verfilmt. In Deutschland ist vor allem die britische Fassung von 1980 bekannt – mit Alec Guinness und dem blonden Ricky Schroder. In Deutschland haben in den vergangenen Millionen zugeschaut. Wenn am Ende die Mutter hinter dem Weihnachtsbaum hervortritt, kommen manchem die Tränen.

Tradition zu Weihnachten haben auch die „Sissi“-Filme – auch wenn die mit den Feiertagen eigentlich wenig zu tun haben. Dem österreichischen Kaiser Franz Joseph (Karlheinz Böhm) und der bayerischen Sissi (Romy Schneider) kann in mehreren Filmen zugucken.

Wer sehen will, was an Weihnachten schiefgehen kann, ist beim US-Komiker Chevy Chase richtig. Der 76-Jährige hat etliche bescheuerte Filme gemacht. In „Schöne Bescherung“ folgt eine Panne nach der nächsten. Etwa wenn die Kinder beim Baumfällen fast festfrieren – und daheim dann noch ein Tier aus der Tanne hüpft. Fun Fact: Johnny Galecki – heute bekannt aus der Serie „Big Bang Theory“ – spielte damals Sohn Russell.

Als Alternative kommen auch Serienfolgen in Frage. Nehmen wir zum Beispiel „How I Met Your Mother“, etwa Staffel zwei, Folge elf. Die Episode heißt „Wie Lily Weihnachten gestohlen hat“. Oder den Klassiker „Friends“: In Staffel sieben, Folge 10 verkleidet sich Ross als Chanukka-Gürteltier. Fangemeinden listen auf mehreren Online-Seiten auf, in welchen Folgen es um Weihnachten geht.

Wer keine Lust auf Sentimentales hat, kann seine Zeit mit Bruce Willis verbringen. In „Stirb Langsam“ (englischer Originaltitel: „Die Hard“) spielt er einen Polizisten, der mit seiner Familie eigentlich Weihnachten feiern will. Doch dann beginnt das große Geballer im Nakatomi Plaza. Mit dabei in der Schurkenrolle: Der mittlerweile gestorbene Schauspieler Alan Rickman, der auch in den „Harry Potter“-Filmen zu sehen war, als Hans Gruber.

 Viele Actionfans können sich die Weihnachtsfeiertage ohne den Streifen „Stirb langsam“ mit Bruce Willis gar nicht mehr vorstellen.
Viele Actionfans können sich die Weihnachtsfeiertage ohne den Streifen „Stirb langsam“ mit Bruce Willis gar nicht mehr vorstellen. FOTO: pro7
(dpa)