| 23:12 Uhr

Bad Hersfelder Bürgermeister stärkt Festspiele-Regisseur den Rücken
Wedel wehrt sich gegen Sex-Vorwurf


Regisseur 
Dieter Wedel ist seit 2015 
Intendant der Bad Hersfelder Festspiele.
Regisseur Dieter Wedel ist seit 2015 Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. FOTO: Uwe Zucchi / dpa
Berlin. Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Regisseur Dieter Wedel (75, „Der große Bellheim“) stärkt der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling seinem Festspiel-Intendanten den Rücken. „Er genießt unser vollstes Vertrauen. Im Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen fühle ich mich an eine Hexenjagd erinnert“, sagte der parteilose Fehling gestern. In einem Bericht des „Zeit-Magazins“ kamen mehrere Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen gegen Wedel erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel wies die Aussagen zurück. Er hatte eine eidesstattliche Erklärung zu den Anschuldigungen abgegeben.

Nach den Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Regisseur Dieter Wedel (75, „Der große Bellheim“) stärkt der Bad Hersfelder Bürgermeister Thomas Fehling seinem Festspiel-Intendanten den Rücken. „Er genießt unser vollstes Vertrauen. Im Zusammenhang mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen fühle ich mich an eine Hexenjagd erinnert“, sagte der parteilose Fehling gestern. In einem Bericht des „Zeit-Magazins“ kamen mehrere Schauspielerinnen zu Wort, die schwere Anschuldigungen gegen Wedel erheben, bis hin zum erzwungenen Sex. Wedel wies die Aussagen zurück. Er hatte eine eidesstattliche Erklärung zu den Anschuldigungen abgegeben.

Schauspielerin Brigitte Grothum (82), die zuletzt auch in Bad Hersfeld mit Wedel arbeitete, sagte der dpa, sie halte es für ausgeschlossen, dass an den Vorwürfen etwas dran sei: „Unvorstellbar, ich habe sehr oft in früheren Jahren mit Wedel gedreht. Er hätte es bestimmt nicht nötig gehabt, eine Frau sexuell zu belästigen oder gar zu nötigen. Meine Erfahrungen sprechen absolut dagegen.“

Dem ZDF, für das Wedel oft gearbeitet hat, hatten bislang nach eigenen Angaben keine Hinweise auf die Vorwürfe vorgelegen. „Es handelt sich um schwerwiegende Vorwürfe gegen Herrn Wedel, die dieser in einer eidesstattlichen Versicherung zurückgewiesen hat“, erklärte der öffentlich-rechtliche Sender auf Anfrage. „Dem ZDF lagen keine Hinweise zu den im ‚Zeit-Magazin’ geschilderten Vorfällen vor.“ Auch eine Sprecherin der ARD-Programmdirektion sagte, dem Sender seien die Vorwürfe nicht bekannt gewesen.