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„Vesuv von Wörlitz“ speit am 25. und 26. August
Vulkanausbruch wird im Wörlitzer Park inszeniert

Wörlitz. Der künstliche Vulkan im Wörlitzer Park wird in diesem Jahr wieder ausbrechen. Am 25. und 26. August können die Besucher zum sechsten Mal seit 2005 „den spektakulären Ausbruch“ zur Blauen Stunde erleben, wie die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz gestern ankündigte.

Das pyrotechnische Spektakel werde in Anlehnung an die historischen Vulkanausbrüche zur Zeit des Fürsten inszeniert.

Mehr als 200 Gäste könnten die Inszenierung bei einer Gondelfahrt zur Insel Stein erleben, begleitet von musikalischen und tänzerischen Einlagen. Für Unterhaltung sorgten das Vokalquintett Ensemble Nobiles, das Bläserensemble des Anhaltischen Theaters Dessau und Tanzvorführungen eines Berliner Ballettensembles. Zudem beobachten auch immer bis zu 1000 Besucher das Spektakel vom Ufer aus.

Der Vulkan wurde 1788 bis 1794 für Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740-1817) im Wörlitzer Park errichtet. Die Anregung dazu erhielt der Fürst auf einer Reise nach Neapel, bei der er auch den Vesuv bestieg und eine Eruption miterlebte. Bis in das 19. Jahrhundert wurden bei Wörlitz auch Vulkanausbrüche arrangiert. 1983 war die künstliche Insel mit dem Vulkan wegen Baufälligkeit gesperrt worden. Nach mehrjährigen Restaurierungsarbeiten konnte 2005 die erste neuzeitliche Eruption des „Vesuvs von Wörlitz“ gefeiert werden.



Der künstliche Vulkan aus Findlingen und Backsteinen ist etwa 17 Meter hoch. Er gilt als einzigartig.