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Tag des offenen Denkmals wird in Trier eröffnet

 Die Ausstellung eines überdimensionalen Fußes des römischen Kaisers Konstantin vor der Trierer Konstantin-Basilika sorgte 2007 für Furore. Jetzt wird im Innern der Tag des offenen Denkmals eröffnet. Foto: Tittel/dpa
Die Ausstellung eines überdimensionalen Fußes des römischen Kaisers Konstantin vor der Trierer Konstantin-Basilika sorgte 2007 für Furore. Jetzt wird im Innern der Tag des offenen Denkmals eröffnet. Foto: Tittel/dpa
Trier/Mainz. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals wird am 11. September von der rheinland-pfälzischen Kulturministerin Doris Ahnen (SPD) in der evangelischen Konstantin-Basilika in Trier eröffnet. Unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution" öffnen in ganz Deutschland rund 7500 sonst zumeist verschlossene Baudenkmäler ihre Türen

Trier/Mainz. Der bundesweite Tag des offenen Denkmals wird am 11. September von der rheinland-pfälzischen Kulturministerin Doris Ahnen (SPD) in der evangelischen Konstantin-Basilika in Trier eröffnet. Unter dem Motto "Romantik, Realismus, Revolution" öffnen in ganz Deutschland rund 7500 sonst zumeist verschlossene Baudenkmäler ihre Türen. Wie das Mainzer Kultusministeriums mitteilte, gibt es in Rheinland-Pfalz etwa 300 Beteiligungen am Tag des offenen Denkmals, davon rund 160 in unmittelbarem Bezug zum diesjährigen Motto.Die Neuerungen des 19. Jahrhunderts stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Besichtigungen. Wegen ihrer vielfältigen Geschichte illustriere gerade die Konstantin-Basilika das Motto, sagte Kulturstaatssekretär Walter Schumacher (SPD) bei der Vorstellung des rheinland-pfälzischen Programms. Die Kirche sei im 19. Jahrhundert umfangreich rekonstruiert und neu gestaltet worden. Daneben zeige die Moselstadt Trier zahlreiche bedeutende Denkmäler aus der Römerzeit, deren wichtigsten Monumente vor genau 25 Jahren zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt wurden. Nicht nur die amtliche Denkmalpflege, sondern viele private Eigentümern könnten ihre Schätze der Öffentlichkeit vorzustellen. "Gerade ihnen danke ich ganz besonders für ihr wertvolles kulturelles Engagement", sagte Schumacher. In den vergangenen Jahren nutzten bundesweit mehr als vier Millionen Menschen den Tag um Einblicke in die Denkmalpflege zu erhalten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. In Rheinland-Pfalz waren es nach Ministeriumsangaben etwa 100 000. Als besonderen Tipp empfiehlt Landeskonservator Joachim Glatz, Leiter der Direktion Landesdenkmalpflege, den Besuch der spätgotischen Kirche in St. Johann in Rheinhessen. "Die Kirche wurde in den vergangenen Jahren restauriert und wird an zwei Tagen mit vielen Veranstaltungen der Öffentlichkeit präsentiert", sagte Glatz. Der Tag des offenen Denkmals sei eine ideale Gelegenheit bei der Bevölkerung ein Bewusstsein für den Reichtum des kulturellen Erbes in Rheinland-Pfalz zu schaffen.

Geschichte lebendig zu machen, sei sowohl Auftrag als auch Ziel der Arbeit der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE), erklärte deren Generaldirektor Thomas Metz. Die Generaldirektion hat in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium eine Broschüre über die Angebote im Land veröffentlicht, die in allen Stadt- und Kreisverwaltungen, Touristinformationen, Volkshochschulen und bei der Generaldirektion Kulturelles Erbe kostenfrei erhältlich ist.

Der Tag des offenen Denkmals ist seit 1993 der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Koordiniert wird er von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.



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