| 00:00 Uhr

Tag der deutschen Sprache wird in Waldmohr gefeiert

Waldmohr. Der Tag der deutschen Sprache soll den bewussten Umgang mit der eigenen Sprache und ihren Möglichkeiten in allen Lebensbereichen fördern, sagt die Region-66-Leiterin des Vereins Deutsche Sprache, Rosemarie Saalfeld. Der Verein lädt an diesem Samstag Interessierte zum bundesweiten Aktionstag ins Bürgerhaus von Waldmohr ein. Konrad Funk

Deutsch als eigenständige Kultursprache zu fördern, das ist das erklärte Anliegen des Vereins Deutsche Sprache (VDS). Dabei wirkt diese weltweit rund 36 000 Mitglieder zählende Vereinigung mit Gleichgesinnten in Deutschland und mit Muttersprachlern im Ausland zusammen, um auf ganz unterschiedliche Weise für ihre Ziele zu werben. So hat der VDS unter anderem 2001 den "Tag der deutschen Sprache" ins Leben gerufen. Vor diesem Hintergrund laden nun an diesem Samstag bundesweit zahlreiche Veranstaltungen rund um diesen Aktionstag zu vielfältigen Begegnungen mit einem ebenso lebendigen wie keinesfalls selbstverständlichen Kulturgut ein - so auch in der Pfalz, die gemeinsam mit dem Saarland von Rosemarie Saalfeld in ihrer Eigenschaft als Leiterin der VDS-Region 66 betreut wird.

"Der Tag der deutschen Sprache", so die gebürtige Zweibrückerin, "soll den bewussten Umgang mit der eigenen Sprache und ihren Möglichkeiten in allen Lebensbereichen fördern". Diesem Ansatz folgend will sie mit einer von ihr im Festsaal des Bürgerhauses von Waldmohr ausgerichteten Veranstaltung zum bundesweiten Aktionstag einerseits das Anliegen des VDS in Sachen deutsche Sprache und andererseits zugleich dessen Jahresmotto "Muttersprache - Landessprache - Mitsprache" vermitteln. "Hierbei wiederum werden sich ‚Hochsprache‘ und Mundart ausdrücklich gleichberechtigt präsentieren", betont Saalfeld, die zugleich stellvertretende Leiterin der VDS-Arbeitsgruppe "Dialekte und Regionalsprachen" ist und "Zweebrigger Platt" als ihre Muttersprache bezeichnet. Als Festredner konnte sie den zweiten Vorsitzenden des VDS, Roland Duhamel sowie mit Patrik H. Feltes und der deutsch-französischen Musikgruppe "Mannijo" weitere hochkarätige Gäste gewinnen. Während Mannijo mit dem unter anderem in Rheinland-Pfalz gesprochenen Moselfränkisch die überlieferte Sprache Karls des Großen in die musikalische Gegenwart führt, lotet Patrik H. Feltes entlang einer Lesung ausgewählter eigener Texte das Spannungsverhältnis zwischen hochdeutscher und regionaler Mundart aus.

Dem Leitmotiv "Muttersprache - Landessprache - Mitsprache" kommt dabei nach den Worten von Rosemarie Saalfeld auch im Zusammenhang mit der aktuellen Situation der Flüchtlinge in Deutschland eine besondere Rolle zu. "Ihnen", fordert Saalfeld, "sollte man umgehend ermöglichen, unsere Sprache zu erlernen, damit sie sich schneller integrieren können". Und Walter Krämer , Gründer und Vorsitzender des Vereins Deutsche Sprache (VDS), bemerkt dazu: "Allen Menschen, die bei uns bleiben wollen, müssen wir die gleichberechtigte Mitsprache ermöglichen. Dafür sollten sie möglichst rasch unsere Landessprache lernen, dabei müssen wir sie unterstützen."

Die zentrale Aktionsveranstaltung für die Pfalz und das Saarland im Rahmen des diesjährigen "Tages der deutschen Sprache" beginnt an diesem Samstag um 19.30 Uhr im Festsaal des Bürgerhauses von Waldmohr , Saar-Pfalz-Straße 12. Der Eintritt ist frei.