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Trier
Summerblast bleibt an der Arena in Trier – und wird kürzer

Trier. Weniger Bands, mehr Zuschauer: Darauf hoffen die Veranstalter bei der 2020er-Auflage. Die erste Band, die auftreten wird, steht fest. Von Christian Thome

Es ist seit Jahren das Mekka der Hardcore-Community in Trier: das Summerblast-Festvial. Auch 2020 wird das eintägige Open-Air wieder stattfinden – auch wenn der Geburtsort, das Exhaus, noch immer gesperrt ist. Wie im vergangenen Jahr werden die Veranstalter wieder auf den Vorplatz der Arena Trier ausweichen, teilt der Leiter des Exhaus-Kulturbüros Thomas Thiel auf Nachfrage mit.

„Die Rückmeldungen aus dem letzten Jahr waren sehr gut“, so Thiel. Zwar sei der Veranstaltungsort natürlich „nicht das gleiche wie die Sommerbühne am Exhaus“, aber mit 1100 Besuchern könne man eine gute Bilanz ziehen. Gute Bilanz gleich gute Aussichten für die Zukunft? Ja, zumindest, wenn es nach Thomas Thiel geht. Der hatte sich direkt nach der 2019er-Auflage mit den zuständigen Vertretern der Arena zusammengesetzt und „sehr gute Gespräche“ geführt. „Die Gespräche haben nicht lange gedauert“, sagt Thiel. Dementsprechend sei man auch schnell auf den Termin für das Jahr 2020 gekommen: Es wird der 15. August. Wie im vergangenen Jahr wird es also wieder auf dem Vorplatz der Arena Mosh-Pits und Violent-Dancing geben.

Und auch der erste Act steht bereits fest: die kanadische Band Despised Icon. „Die Headliner werden wir wohl im Dezember bekanntgeben“, so der Veranstalter. Im vergangenen Jahr spielten 13 Gruppen auf dem Summerblast, 2020 werden es einige weniger. Zehn sollen es sein, dadurch müsse man nicht so früh anfangen. „Das will ich meinen Mitarbeitern nicht mehr antun, denn der Tag war schon extrem lang“, so Thiel. Hatte man im Vorjahr schon um 10 Uhr angefangen und bis 22 Uhr gefeiert, reiche diesmal ein Beginn um die Mittagszeit.



Weniger Bands, aber mehr Zuschauer, darauf hoffen die Veranstalter. Es sei durchaus noch Luft nach oben, sagt der Kulturbüro-Leiter: „Letztes Jahr waren wir später an, deswegen haben wir dieses Jahr mehr Zeit.“ Die ersten Bands für das Jahr 2019 waren erst kurz vor Weihnachten 2018 bekanntgegeben worden. Nun startet der Ticketverkauf bereits jetzt. Momentan gibt es ein limitiertes Kontingent an sogenannten „Kick-Off-Tickets“ (42,60 Euro, erhältlich bei dem Unternehmen Eventim im Internet). Sobald dieses ausgeschöpft sei, würden die weiteren Tickets in den Verkauf gehen. „Die Karten sind ja auch ein schönes Weihnachtsgeschenk“, so Thiel. Diese werde es dann bei den bekannten Vorverkaufsstellen geben.

Diese längere Zeit werde man auch dafür nutzen, einige Dinge besser zu organisieren, die im vergangenen Jahr etwas ruckelten – wie zum Beispiel die Parkplatzsituation. Aber auch die Location an der Arena hat für den Leiter des Kulturbüros ihre Finessen: „Zum Beispiel die Toilettensituation, oder die Tatsache, dass man sich besser unterstellen kann, wenn es regnet.“