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35 Länder vertreten
Starke deutsche Präsenz bei Kunstschau für Vielfalt in Moskau

Moskau . Mit starker deutscher Beteiligung präsentieren Künstler aus 35 Ländern in der Tretjakow-Galerie in Moskau im kommenden Jahr ihre Sicht auf ein Europa der Vielfalt. Unter den 81 Künstlern seien Stars wie Gerhard Richter, Anselm Kiefer und Wolfgang Tillmans, sagte Organisator Walter Smerling, der Vorsitzende der Stiftung für Kunst und Kultur aus Bonn, am Freitag in Moskau.

Bei der unter anderem auch von Peter Weibel vom ZKM Karlsruhe und Hilke Wagner vom Albertinum Dresden kuratierten Ausstellung mit dem Titel „Diversity United“ werden vom 11. November 2020 bis 21. Februar 2021 rund 200 Kunstwerke aller Genres zu sehen sein.

Ziel sei es, mit der Schau in Zeiten politischer Spannungen ein Zeichen zu setzen, sagte der Vorsitzende des St. Petersburger Dialogs, Ronald Pofalla. „Kunst kann Sprachlosigkeit überwinden“, meinte er. Im Zentrum stehen Themen wie Freiheit und Demokratie, Geschlechterdiskurs und Gleichheit, politische und persönliche Identität und Migration.

Ein „ganzer Chor künstlerischer Stimmen“ solle die Besucher zum Nachdenken anregen in einer Welt, die manchmal feindlich erscheine, sagte die Chefin der Tretjakow-Galerie, Selfira Tregulowa. Von russischer Seite sind etwa Olga Chernysheva (Olga Tschernyschewa) und das Künstlerpaar Kabakov (Kabakow) vertreten. Unterstützt werde das Projekt von den Präsidenten Deutschlands, Frankreichs und Russlands, sagte Tregulowa. Organisator Smerling betonte vor Journalisten, dass sowohl Künstler als auch Kuratoren in ihrer Arbeit völlig frei seien.