| 23:20 Uhr

Lichter-Spektakel
„Rhein in Flammen“ trotz Brandgefahr

Das Abschlussfeuerwerk des Spektakels „Rhein in Flammen“ wurde am Samstag von der Festung Ehrenbreitstein aus abgeschossen.
Das Abschlussfeuerwerk des Spektakels „Rhein in Flammen“ wurde am Samstag von der Festung Ehrenbreitstein aus abgeschossen. FOTO: dpa / Thomas Frey
Koblenz. Das traditionelle Feuerwerk hat am Wochenende 120 000 Zuschauer angelockt.

Trotz Brandgefahr ist am Samstagabend das alljährliche Spektakel „Rhein in Flammen“ zwischen Koblenz und Spay ohne Probleme über die Bühne gegangen. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag verursachte das Feuerwerk zwar einige kleinere Böschungsbrände auf den ausgetrockneten Hängen. Damit sei jedoch gerechnet worden und die Feuer seien von der Berufsfeuerwehr Koblenz mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers schnell lokalisiert und gelöscht worden.

Die etwa 120 000 Besucher konnten so ohne Zwischenfälle eine Reihe von Feuerwerken bewundern. An Land sowie an Bord von rund 60 festlich geschmückten Schiffen beobachteten sie am späten Samstagabend das traditionsreiche Lichterspektakel am Sommerhimmel. Der alljährliche Schiffskonvoi war nach Angaben der Veranstalter wieder der größte Deutschlands. Parallel fand von Freitag bis Sonntag entlang des Rheins ein Sommerfest statt – mit Flaniermeile und Konzerten.

Wegen der erhöhten Brandgefahr wurden in diesem Jahr die Plätze zum Abfeuern der Raketen in sicherere Zonen verlegt und es wurde andere Pyrotechnik eingesetzt. Außerdem waren dieses Mal mehr Feuerwehrleute im Einsatz. Per Wärmebildkamera im Hubschrauber sollten mögliche Brandherde frühzeitig bemerkt werden. Wegen des Niedrigwassers des Rheins konnte der Schiffskonvoi nicht wie gewohnt in Dreierreihen fahren, sondern lediglich in Zweierreihen.



Die Tradition der Feuerwerke über dem Flusstal reicht weit zurück: Bereits 1756 wurde zu Ehren des Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff ein Feuerwerk gezündet. Mittlerweile bieten zahlreiche Gemeinden ein eigenes „Rhein in Flammen“ an.

(dpa)