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Überblick über zeitgenössische Bildende Kunst
Neue zeitgenössische Landeskunstschau Flux4Art startet

Montabaur/Germersheim. Alles fließt. Und an drei Orten in Rheinland-Pfalz wird dies ganz besonders deutlich.

Malerei, Fotografie, Plastik, Video- und Soundinstallationen: Die neue Landeskunstschau Flux4Art will einen Überblick über die zeitgenössische Bildende Kunst in Rheinland-Pfalz geben. Insgesamt 60 professionelle Künstler präsentieren laut den Veranstaltern Werke in drei Ausstellungen an einst militärisch genutzten Orten. Los ging es am letzten Samstag im ehemaligen Nato-Munitionslager b-05 Montabaur im Westerwald (bis zum 28. Oktober). Es folgen der Kunstverein Germersheim im ehemaligen Zeughaus der pfälzischen Stadt vom 20. Oktober bis zum 25. November sowie das Museum in der Kurfürstlichen Burg in Boppard am Rhein vom 4. November bis zum 23. Dezember.

Sylvia Richter-Kundel, Vorsitzende des verantwortlichen Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler Rheinland-Pfalz, erklärte: „Das dezentrale Konzept ermöglicht eine breit gestreute Aufmerksamkeit für die Bildende Kunst im Land.“ Ein Drittel der Künstler wurde von der Künstlerischen Flux4Art-Leiterin Gabriele Rasch eingeladen. Die anderen zwei Drittel wählte ein Fachjury über eine öffentliche Ausschreibung aus. Alle Künstler haben laut den Veranstaltern einen biografischen Bezug zu Rheinland-Pfalz.

Der Landeskunstschau-Titel Flux4Art spielt nach Auskunft von Verbandschefin Richter-Kundel auf die Flüsse Rhein, Mosel, Nahe und Lahn im Bundesland an – das lateinische Wort fluxus meint auf deutsch das Fließen. Zugleich gehe es um „den der Kunst innewohnenden bedeutsamen Aspekt des Steten-in-Bewegung-Seins“. Laut der Künstlerischen Leiterin Gabriele Rasch wurde zudem bei der Verteilung der Künstler auf Montabaur, Germersheim und Boppard auf besonderen Bezüge ihres Werkes zu den drei historischen Ausstellungsorten geachtet.