| 21:24 Uhr

Banksy-Protest gegen Dogan-Inhaftierung
Neue Wandmalerei von Banksy

New York. (dpa) Der britische Street-Art-Künstler Banksy hat mit einem großen Wandbild in New York gegen die Inhaftierung der Künstlerin Zehra Dogan protestiert. Sie wurde im März 2017 in der Türkei zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Banksys rund 20 Meter breite Arbeit zeigt stellvertretend für die Tage ihrer Haftstrafe eine Strichliste. Hinter einem Gefängnisgitter blickt Dogans Kopf hervor. „Free Zehra Dogan“ steht in einer Ecke geschrieben.

(dpa) Der britische Street-Art-Künstler Banksy hat mit einem großen Wandbild in New York gegen die Inhaftierung der Künstlerin Zehra Dogan protestiert. Sie wurde im März 2017 in der Türkei zu fast drei Jahren Haft verurteilt. Banksys rund 20 Meter breite Arbeit zeigt stellvertretend für die Tage ihrer Haftstrafe eine Strichliste. Hinter einem Gefängnisgitter blickt Dogans Kopf hervor. „Free Zehra Dogan“ steht in einer Ecke geschrieben.

Grund für Dogans Inhaftierung ist ihr Wasserfarben-Gemälde der kurdischen Stadt Nusaybin in der türkischen Provinz Mardin, das auf einem Zeitungsfoto beruht. Die Stadt wurde bei Kämpfen zwischen kurdischen Milizen und dem türkischen Militär 2015 teils zerstört. Banksy veröffentlichte ein Bild von Dogans Arbeit auf Instagram, verlinkte den türkischen Präsidenten Erdogan und rief zum Nachahmen auf. Laut „New York Times“ muss Dogan noch 18 Monate ihrer Strafe absitzen und weiß nichts von Banksys Wandbild. Von Banksy war in New York kürzlich auch das Bild einer seiner bekannten Ratten an einer Hausfassade aufgetaucht. Wie lange der streng anonym arbeitende Künstler sich dort aufhält und ob er weitere Arbeiten plant, ist unklar.