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| 23:24 Uhr

Viele Konzerte in Luxemburg
Nach der Show ist vor der Show

Die britische Indierockband Editors tritt am 21. März in der Luxemburger Rockhal auf.
Die britische Indierockband Editors tritt am 21. März in der Luxemburger Rockhal auf. FOTO: Rahi Rezvani / A-Promotions
Luxemburg. Konzertveranstalter A-Promotions lockt jedes Jahr internationale Musikstars in die Region. Neben dem Atelier ist auch die Rockhal immer wieder Spielstätte. 2018 kommen etwa „30 seconds to mars“, die Killers oder Noel Gallagher (Oasis). In Sachen Rock-a-Field-Festival gibt’s aber keine guten Neuigkeiten. Von Eric Kolling

Klangvolle Namen wie „Mando Diao“, „Macklemore“ oder die „Noel Gallagher’s High Flying Birds“ standen schon auf dem Jahresprogramm. Gerade dieser Tage haben die Macher von A-Promotions auch einen Auftritt von „30 Seconds to Mars“ um Sänger Jared Leto für den 6. September aus dem Hut gezaubert. Und das soll noch nicht alles sein: „Das Booking für dieses Jahr ist noch lange nicht abgeschlossen und es werden noch einige Namen dazukommen”, erklärt Sprecherin Jette Kaiser. Über weitere musikalische Größen schweigt sie sich aber noch mit einem augenzwinkernden Hinweis auf das Betriebsgeheimnis aus. Gefragt nach den erhofften Lieblingsstars erklärt Kaiser, „da gibt es so einige Künstler”. An einigen arbeite man hartnäckig, andere habe man schon vom Kommen überzeugen können.

Von den bisher angekündigten Konzerten freue man sich „im Besonderen über eine in wenigen Stunden ausverkaufte Show von Imagine Dragons, die amerikanischen Indie-Rock Helden von LCD Soundsystem und natürlich Queens of the Stone Age”, sagt Kaiser.

A-Promotions bespielt den Nachtclub „Den Atelier” (die Werkstatt) in Luxemburg. 1995 wurde der von Jimmy Somerville eröffnet, nachdem die vormalige Renault-Autowerkstatt im Stadtteil Hollerich gekauft und umgebaut worden war. So entstand ein Ort für Live-Auftritte internationaler Bands, die zuvor selten den Weg nach Luxemburg fanden. Inzwischen ist das anders, lockt das Großherzogzum zahlreiche internationale Größen an. Seien es Bryan Adams, Mika oder Sean Paul. Kaiser: „Das liegt vermutlich an mehreren Faktoren: Die Vielfältigkeit der Infrastrukturen, die Nachfrage des Publikums an Konzerten aber schlussendlich ist die Reputation des Ateliers und die Seriösität in der Umsetzung von Konzerten ausschlaggebend.“

Auftritte besonders prominenter Künstler steigen immer öfter in der Rockhal in Esch-sur-Alzette. Gerade die „Imagine Dragons”, die Killers, die Editors, Toto oder zum ersten Mal „Ringo Starr and his all Starr Band”. Auch die Abtei Neumünster, die Luxemburger Philharmonie und die Stätte Rotondes sind Spielorte. Werden die Künstler langsam zu groß fürs Atelier? Kaiser: „Das sieht vielleicht nach Außen so aus, statistisch gesehen finden die meisten Konzerte aber noch immer ‘zu Hause’ im Atelier statt. Die Anzahl der Konzerte hat sich verändert, die Großregion und damit auch Luxemburg wächst; die Nachfrage steigt. Wir weichen nicht aus, wir erweitern unser Portfolio.”

Im vergangenen Jahr habe man neue Projekte angeschoben, wie zum Beispiel ein neues City Festival (Siren’s Call Culture & Music Festival) oder auch klassisches Family Entertainment (Blue Man Group, Harry Potter in concert). Auch in diesem Jahr wolle man sich „die erarbeitete Bandbreite erhalten und freuen uns schon jetzt auf alle Veranstaltungen, die nicht in die Schublade ‘den Atelier’ passen.

Dafür bleibt die Zukunft des Rock-a-Field-Festivals, für das auch A-Promotions verantwortlich zeichnet, offen. 2017 hatte der Veranstalter auf der „Den Atelier”-Facebookseite erklärt, das Festival, das auch schon Leckerbissen wie „Kings of Leon” oder eben „30 Seconds to Mars” aufbot, auszusetzen und 2018 wieder auszurichten. Dann hätten neben der Stadt Roeser auch das luxemburgische Kulturministerium Partner sein und so öffentliche Gelder fließen sollen. Doch inzwischen wurde die Pause um ein weiteres Jahr verlängert. A-Promotions-Sprecherin Jette Kaiser erklärt zum Stand der Dinge: „Das Rock-A-Field ruht sich ein wenig aus. Nach anstrengenden Jahren muss man Verschiedenes Revue passieren lassen und hinterfragen: Ist die Art und Weise eines solchen Festivals noch zeitgemäß? Und in Anbetracht der ungemeinen Menge an Festivals, die über den Sommer weltweit und vor allem in Europa stattfinden, ist die Konkurrenz groß. Wir nehmen uns die Zeit, zu überlegen, welche Form wir dem Festival geben können, um all dem gerecht zu werden. Alles zu seiner Zeit.”