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Veranstaltung von „Pro Quote Film“
Müntefering fordert mehr Frauen in der Filmbranche

     Michelle Münte­fering (SPD), Staatsministerin im Auswärtigen Amt.  Foto: Bernd Thissen/dpa
Michelle Münte­fering (SPD), Staatsministerin im Auswärtigen Amt. Foto: Bernd Thissen/dpa FOTO: picture alliance / Bernd Thissen / Bernd Thissen
Berlin. Staatsministerin Michelle Müntefering (SPD) hat die Bedeutung von Frauen in der Filmindustrie betont. „Film kann ein Instrument sein, um Dinge zu ändern“, sagte sie. Es sei daher entscheidend, Frauen im Film zu unterstützen, fügte die Staatsministerin im Auswärtigen Amt am Freitag bei einem Runden Tisch internationaler Film-Frauen-Organisationen anlässlich der Berlinale hinzu.

Die Veranstaltung wurde vom Auswärtigen Amt und der Frauenrechtsorganisation „Pro Quote Film“ organisiert.

„Diskriminierung ist tief in der Filmindustrie verwurzelt“, kritisierte Michelle Müntefering. Absolventinnen hätten es nicht leicht, eine Anstellung zu finden; Familie und Arbeit seien nur schwierig zu verbinden. Auch der „Gender Pay Gap“, die ungleiche Bezahlung, sei ein großes Problem. „Es kann nicht sein, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld verdienen.“ Glücklicherweise würden sich die Dinge langsam ändern, sagte die Staatsministerin weiter: „Mehr und mehr Filmemacher fordern Parität.“ Es gebe zudem eine junge Generation Frauen, die sich für einen Wandel einsetze.

Auch Barbara Rohm, Vorstandsmitglied bei „Pro Quote Film“, wies auf das Potenzial des Films hin: „Film hat die Kraft, Realität zu formen und Bewusstsein zu verändern.“ Frauen weltweit hätten nur begrenzt die Möglichkeit, ihre Geschichten und Perspektiven zu erzählen. Die ungleiche Bezahlung der Geschlechter in der Kulturbranche sei besonders groß. Gleiche Bezahlung reiche allerdings nicht aus: „Es braucht mehr Frauen in Schlüsselpositionen im Film.“