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Biblische Monster
Monstergeschichten aus dem Heiligen Land

Mainz. Ab dem 9. Mai öffnet in Mainz eine Ausstellung zu Monster und Sagengestalten in der Bibel.

Eine Kabinettausstellung in der Mainzer Martinus-Bibliothek zeigt, welche Bedeutung Monster und Fabelwesen für die Bibel hatten. „Wir zeigen einen Bogen vom 15. bis ins 20. Jahrhundert“, erklärt die Bibliothekarin Martina Pauly. Vor allem für frühe Bibeldrucke habe die Darstellung von Ungeheuern eine große Rolle gespielt. Im Alten Testament werden Ungeheuer ähnelnde Wesen erwähnt, etwa der Leviathan, der Merkmale eines Wals und eines Krokodils besitzt.

Bereits die antike griechische Bibelübersetzung habe auch den Begriff „Einhorn“ verwendet, berichtete die Mainzer Theologie-Professorin Eleonore Reuter. In alten Bibel-Übersetzungen habe Erwähnungen der Fabeltiere gegeben, während moderne Bibeltexte stattdessen von „Stieren“ schreiben. Mit der Aufklärung und der Entwicklung der Naturwissenschaften seien die Wesen in der Bibel dann so dargestellt worden, dass sie wirklich existierenden Tieren ähnelten.

Die Ausstellung „Monster und Drachen – Bilder des Unheimlichen in der Bibel“ ist vom 9. Mai bis zum 27. Juli zu sehen.