| 22:01 Uhr

Prominenz in Ludwigshafen
Mehr Filme und weniger Wasser beim 13. Filmfest in Ludwigshafen

Ludwigshafen. (dpa) Mehr Filme denn je, ein schärferes Sicherheitskonzept und ein neuer Termin – das diesjährigen Festival des deutschen Films auf der Parkinsel in Ludwigshafen wird anders als in den Jahren zuvor. 71 Filme können die Besucher zwischen dem 30. August und dem 17. September sehen, wie Festivaldirektor Michael Kötz gestern ankündigte. Das sind so viele wie nie zuvor. Damit das Programm, zu dem neun Open-Air-Filme gehören, nicht ins Wasser fällt, war das Festival um Wochen verschoben worden.

(dpa) Mehr Filme denn je, ein schärferes Sicherheitskonzept und ein neuer Termin – das diesjährigen Festival des deutschen Films auf der Parkinsel in Ludwigshafen wird anders als in den Jahren zuvor. 71 Filme können die Besucher zwischen dem 30. August und dem 17. September sehen, wie Festivaldirektor Michael Kötz gestern ankündigte. Das sind so viele wie nie zuvor. Damit das Programm, zu dem neun Open-Air-Filme gehören, nicht ins Wasser fällt, war das Festival um Wochen verschoben worden.

„Wir hatten keine Alternative“, sagte Kötz. Ausschlaggebend seien Hochwasser in früheren Jahren gewesen, als das Festival noch im Juni und Juli stattfand, erklärte er. „Wir sind jetzt in dem Zeitraum mit dem stabilsten Wetter und dem geringsten Niederschlag.“ Damit soll auch sichergestellt werden, dass viele Besucher kommen. Mit 120 000 Besuchern und Gästen im Jahr 2016 ist das Festival nach Angaben der Veranstalter in Deutschland das zweitgrößte Filmfestival nach der Berlinale. Ungerachtet dieser Veränderungen möchte Kötz anspruchsvolle Filme zeigen. Damit auch Jüngere den Zugang zu diesen nicht verliere, habe man ein Angebot für junge Erwachsene geschaffen: die „Spätschicht“. Jeden Abend um 22.30 Uhr werden Filme für Mittzwanziger gezeigt.

Das Festival eröffnet am 30. August der Film „Die Anfängerin“ von Alexandra Sell, der auf der Rheininsel – wie elf andere Filme – weltweit das erste Mal vorgeführt wird. Kötz kündigte den Film als Höhepunkt an: „Sell ist Fotografin. Sie hat keine Einstellung irgendwie gemacht. Da ist alles durchkomponiert.“



Auch beim 36-seitigen Sicherheitskonzept wurde viel bedacht. Bei einer Großveranstaltung ginge das nicht mehr anders, sagte Kötz. Einlass werde es nur durch ein Eingangszelt geben, wo nach Bedarf kontrolliert werde. Das Konzept sieht auch vor, dass Spaziergänger und Fahrradfahrer nicht mehr einfach so das Festivalgelände passieren können, sondern einen Umweg in Kauf nehmen müssen.

Die Veranstalter erwarten zahlreiche Regisseure und Schauspieler wie Heike Makatsch und Christian Berkel. Der nicht dotierte Preis für Schauspielkunst geht in diesem Jahr an Martina Gedeck und Matthias Brandt.

(dpa)