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Kunstprojekt zum Mauerfall
Berliner Kunstprojekt zur Mauer ist strittig

Berlin. Die Berliner Behörden wollen bis 28. September über das geplante Mauerbau-Kunstprojekt „Dau“ entscheiden. Das von den Organisatoren vorgelegte modifizierte Konzept werde derzeit von der Verwaltung geprüft, sagte eine Sprecherin des Bezirks Berlin-Mitte gestern.

Im Rahmen des „Dau“-Kunstprojektes soll ab Mitte Oktober in Berlin für rund vier Wochen wieder eine Mauer errichtet werden. Die baugleiche Rekonstruktion der früheren originalen Berliner Mauer soll Teile der Berliner City-Ost umschließen. Bei dem Kunst- und Sozialexperiment sollen Besucher unter anderem die Erfahrung von Freiheitsverlust und totalitären Systemen machen können. Den Plänen zufolge müssen Gäste dazu ein Visum beantragen, um in den eingemauerten Bereich zu gelangen, und ihr Handy abgeben. Am 9. November – dem Tag des Mauerfalls – soll diese temporäre Berliner Mauer in einer künstlerischen Performance eingerissen werden. Die Berliner Behörden hatten das Kunstprojekt bislang nicht bewilligt.