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Über 200 Konzert-, Theater- und Kunstprojekte geplant
Kultursommer mit Marx, Raiffeisen und Traditions-Festivals

Sayner Hütte Der Innenraum der Gießhalle der Sayner Hütte in Bendorf-Sayn (Rheinland-Pfalz) am 11.01.2013. Noch vor zehn Jahren war das Schicksal des Ensembles ungewiss, es drohte der Abriss. Inzwischen ist etwa ein Drittel der Halle restauriert. Im vergangenen Sommer schlug die Landesregierung das Industriedenkmal als UNESCO-Weltkulturerbe vor. Foto: Thomas Frey/dpa (zu dpa/lrs Korr.-Bericht: "Die Sayner Hütte - Es drohte der Abriss, nun ist die Zukunft sicher" vom 27.01.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Sayner Hütte Der Innenraum der Gießhalle der Sayner Hütte in Bendorf-Sayn (Rheinland-Pfalz) am 11.01.2013. Noch vor zehn Jahren war das Schicksal des Ensembles ungewiss, es drohte der Abriss. Inzwischen ist etwa ein Drittel der Halle restauriert. Im vergangenen Sommer schlug die Landesregierung das Industriedenkmal als UNESCO-Weltkulturerbe vor. Foto: Thomas Frey/dpa (zu dpa/lrs Korr.-Bericht: "Die Sayner Hütte - Es drohte der Abriss, nun ist die Zukunft sicher" vom 27.01.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Thomas Frey / dpa
Mainz. Unter der Dachmarke des rheinland-pfälzischen Kultursommers sind von Anfang Mai bis Ende Oktober landesweit wieder mehr als 200 Konzert-, Theater- und Kunstprojekte geplant. Passend zum diesjährigen Motto „Industrie-Kultur“ werde eine ganze Reihe ehemaliger Industriebauten zur Veranstaltungsbühne, kündigte Kulturminister Konrad Wolf (SPD) bei der Vorstellung des Programms in Mainz an. So werden unter anderem die Sayner Hütte in Bendorf, das Bloch-Zentrum in Ludwigshafen und das Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern in den Kultursommer eingebunden.

Unter der Dachmarke des rheinland-pfälzischen Kultursommers sind von Anfang Mai bis Ende Oktober landesweit wieder mehr als 200 Konzert-, Theater- und Kunstprojekte geplant. Passend zum diesjährigen Motto „Industrie-Kultur“ werde eine ganze Reihe ehemaliger Industriebauten zur Veranstaltungsbühne, kündigte Kulturminister Konrad Wolf (SPD) bei der Vorstellung des Programms in Mainz an. So werden unter anderem die Sayner Hütte in Bendorf, das Bloch-Zentrum in Ludwigshafen und das Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern in den Kultursommer eingebunden.

Mit den Jubiläumsveranstaltungen für Karl Marx (1818-1883) und den Begründer der Genossenschaftsidee, Friedrich Wilhelm Raiffeisen (1818-1888), rücken zudem zwei Persönlichkeiten ins Zentrum des Kultursommers, die auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz geboren wurden. Besonders umfangreich sind die Veranstaltungen zum Karl-Marx-Jubiläum in Trier, wo neben mehreren großen Sonderausstellungen auch ein umfangreiches Begleitprogramm geplant ist.

Im Rahmen des Kultursommers wird beispielsweise im Kulturzentrum „Tufa“ eine „Karl-Marx-Revue“ die Ideen des Philosophen in Form einer Bühnen-Show darstellen. Außerdem gibt es an den Kaiserthermen ein Lichtkunstfestival. Manche der wiederkehrenden Kultursommer-Festivals feiern 2018 ebenfalls Geburtstag: So wird das inklusive Theaterfestival „Grenzenlos Kultur“ in Mainz 20 Jahre alt. Auch das internationale Jazz-Festival „Enjoy Jazz“ in der Rhein-Neckar-Region findet bereits zum 20. Mal statt.



Die offizielle Eröffnung des rheinland-pfälzischen Kultursommers 2018 wird bereits am letzten Aprilwochenende mit einem dreitägigen Kulturfest in Neuwied gefeiert. Bereits Anfang April startet das 13. Eifel-Literatur-Festival. In Wittlich, Bitburg und anderen Orten der Region finden dabei Lesungen mit Buch-Autoren wie Elke Heidenreich, Stefan Aust oder der weißrussischen Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch statt.

Der rheinland-pfälzische Kultursommer findet seit 1992 jedes Jahr unter einem wechselnden Motto statt. In den vergangenen Jahren vereinte die Dachmarke Kultursommer dabei landesweit jeweils über 200 traditionsreiche Festivals und Konzertreihen, Ausstellungen sowie Theater- und Kunstprojekte. Das Land Rheinland-Pfalz beteiligt sich an der Finanzierung mit rund vier Millionen Euro pro Jahr. Auch das Kultursommer-Motto für 2019 steht schon fest. Dann lautet es „Heimat(en)“.

Die Sayner Hütte, hier der Innenraum der Gießhalle, wird wie andere bedeutende Industriebauten im Land zur Konzertbühne.
Die Sayner Hütte, hier der Innenraum der Gießhalle, wird wie andere bedeutende Industriebauten im Land zur Konzertbühne. FOTO: Thomas Frey / dpa