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Kino-Programm
Kulturelle Abgründe und neues Selbstbewusstsein

Renee (Amy Schumer) weiß, was es heißt, als Frau über dem Idealgewicht durchs Leben schreiten zu müssen. Als sie sich eines Tages den Kopf anschlägt, sieht sie beim Blick in den Spiegel plötzlich eine wunderschöne Frau mit Topmodel-Maßen, während der Rest der Welt weiterhin die unveränderte Renee vor sich sieht. Aber mit ihrem neu erstarkten Selbstbewusstsein scheinen sich tatsächlich Türen zu öffnen. In „I Feel Pretty“ von Abby Kohn und Marc Silverstein wird komödiantisch präzise auf den Punkt gebracht, dass die Eigenwahrnehmung auch die Fremdwahrnehmung bestimmt. Das ist so etwa bis zur Filmmitte sehr unterhaltsam, dann wissen die Regisseure nicht mehr weiter. Die Heldin ins Lager der Arroganz zu drängen, ist jedenfalls eine äußerst magere Idee. Genauso platt ist die Schlussbotschaft, dass wahre Schönheit ja von innen kommt. Die fabelhafte Amy Schumer hätte ein besseres Skript verdient. In ihrem Kinodebüt „Dating Queen“ und der TV-Show „Inside Amy Schumer“ hat sie sich als komödiantische Naturgewalt erwiesen, deren eigene Drehbücher sehr viel mehr Biss und Tiefgang haben als das Material, das ihr Hollywoods Lustspielindustrie zur Verfügung stellt.
Renee (Amy Schumer) weiß, was es heißt, als Frau über dem Idealgewicht durchs Leben schreiten zu müssen. Als sie sich eines Tages den Kopf anschlägt, sieht sie beim Blick in den Spiegel plötzlich eine wunderschöne Frau mit Topmodel-Maßen, während der Rest der Welt weiterhin die unveränderte Renee vor sich sieht. Aber mit ihrem neu erstarkten Selbstbewusstsein scheinen sich tatsächlich Türen zu öffnen. In „I Feel Pretty“ von Abby Kohn und Marc Silverstein wird komödiantisch präzise auf den Punkt gebracht, dass die Eigenwahrnehmung auch die Fremdwahrnehmung bestimmt. Das ist so etwa bis zur Filmmitte sehr unterhaltsam, dann wissen die Regisseure nicht mehr weiter. Die Heldin ins Lager der Arroganz zu drängen, ist jedenfalls eine äußerst magere Idee. Genauso platt ist die Schlussbotschaft, dass wahre Schönheit ja von innen kommt. Die fabelhafte Amy Schumer hätte ein besseres Skript verdient. In ihrem Kinodebüt „Dating Queen“ und der TV-Show „Inside Amy Schumer“ hat sie sich als komödiantische Naturgewalt erwiesen, deren eigene Drehbücher sehr viel mehr Biss und Tiefgang haben als das Material, das ihr Hollywoods Lustspielindustrie zur Verfügung stellt. FOTO: dpa / -
Das Kinoprogramm vom 10. bis zum 16. Mai: Von verstoßenen Hunden, wilden Tieren und einer Buchhandlung.

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NEU: „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ von Alice Agneskircher (D 2017). – Union (Ill).



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NEU: „Was werden die Leute sagen?“ von Iram Haq (Norwegen/Schweden/D 2017). – Camera Zwo (Sb).

NEU: „Isle of Dogs – Ataris Reise“ von Wes Anderson (USA/D 2018). – Camera Zwo (Sb).

„Herrliche Zeiten“ von Oskar Roehler (D 2018).– Schlüpfrige Hommage an das Skandalkino der 70er Jahre. – Filmhaus (Sb).

„Madame Aurora und der Duft von Frühling“ (F 2017). – Mitleidloses und selbstironisches Werk über das Älterwerden. – Camera Zwo (Sb).

„Vom Bauen der Zukunft – 100 Jahre Bauhaus“ von Niels Bolrinker (D 2018). – Anregende Dokumentation über die Geschichte der Kunstbewegung. – Camera Zwo (Sb).

„Avengers: Infinity War“ von Anthony Russo (USA 2018). – Dritter Teil der Superhelden-Saga aus dem Hause Marvel. – Cinestar (Sb), PK und UT (Sb), Movie World (Sls), Eden (Hom), Cinetower (Nk), Odeon (Mzg), Union (Ill), NT (Wnd), City Lebach, Thalia Bous, Central (Nwl), Cinema Europa (Zw), Broadway (Ls) – auch in OF.

„Lady Bird“ von Greta Gerwig (USA 2017). – Unterhaltsame und urkomische Komödie, die zu Herzen geht – Camera Zwo (Sb).

„Solange ich atme“ von Andy Serkis (GB 2017). – Mitreißendes Kinostück mit besonders viel Witz und Humor. – Schmelzer Lichtspiele.

„3 Tage in Quiberon“ von Emily Atef (D, Öst., F 2017). – Ein zärtlicher und sensibler Film in brillanten Schwarz-Weiß-Bildern über Romy Schneider, famos dargestellt von Marie Bäumer. – Camera Zwo (Sb), Odeon (Mzg), Thalia Bous.

„Unsane“ von Steven Soderbergh (USA 2018). – Höchst
spannender Psycho-Thriller, der mit einem iPhone gedreht wurde. – Cinestar (Sb).

„Jim Knopf“ von Dennis Gansel (D 2018). – Schöne Verfilmung des Klassikers mit dem Charme der Augsburger Puppenkiste. – Cinestar (Sb), UT (Sb), Cinetower (Nk), Movie World (Sls), Eden (Hom), Thalia Bous, Odeon (Mzg), Schmelzer Lichtspiele, Cinema Europa (Zw), Broadway (Ls).

„The Death of Stalin“ von Armando Iannucci (GB/F 2017). – Bitterböse Komödie über die

Machtspiele der UdSSR. – Eden (Hom), Cinetower (Nk).

„Arthur & Claire“ von Miguel Alexandre (D/Ö/NL 2017). – Gelungene Komödie über zwei Menschen, die sich vom Suizid abhalten. – Movie World (Sls), Union (Ill), City (Leb), Mittwoch, 20 Uhr; NT (Wnd), Dienstag, 20 Uhr.

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„7 Tage in Entebbe“ von José Padilha (USA/GB 2018). – Thriller um eine Flugzeugentführung im Jahre 1976. – Camera Zwo (Sb).

„Eleanor & Colette“ von Bille August (D/Bel 2017). – Wahre David-gegen-Goliath-Geschichte zwischen einer an paranoiden Schizophrenie erkrankten Frau und der Pharma-Lobby. – Camera Zwo (Sb).

„No Way Out – Gegen die Flammen“ von Joseph Kosinski (USA 2017). –  Filmbiografie um eine Feuerwehrtruppe, die beim Kampf gegen die Flammen ihr Leben verliert. – Cinestar (Sb).

„Early Man“ von Nick Park (GB/F 2018). – Neuestes Knetwerk der Macher von „Wallace & Gromit“. – Cinestar (Sb), UT (Sb), Movie World (Sls), Odeon (Mzg), Thalia Bous; Union (Ill), NT (Wnd), City Lebach, Schmelzer Lichtspiele, Cinema Europa (Zw), Broadway (Ls).

„Ghost Stories“ von Andy Nyman (GB 2017). – Eine Geistergeschichte im Stil der britischen Klassiker. – Cinestar (Sb).

„A Quiet Place“ von John Krasinski (USA 2018). – Gut gemachter Horrorfilm mit einer überzeugenden Emily Blunt. – Cinestar (Sb), PK und UT (Sb), Movie World (Sls), Schmelzer Lichtspiele, Cinema Europa (Zw), Broadway (Ls) – auch im Original.

„Der Sex Pakt“ von Kay Cabnnon (USA 2018). – Solide Komödie mit Höhen und Tiefen. – Cinestar (Sb), UT (Sb), Movie World (Sls), Eden (Hom), Cinetower (Nk), Odeon (Mzg), NT (Wnd), City Lebach, Cinema Europa (Zw).

„Ready Player One“ von Steven Spielberg (USA 2018). – Dystopisches Science-Fiction-Werk. – Cinestar (Sb), UT (Sb), Broadway (Ls) – nur im Original.

„Das Zeiträtsel“ von Ava DuVernay (USA 2018). – Fantasy-Film mit Mut und Herz. – Cinestar (Sb).

„Peter Hase“ von Will Gluck (USA 2018). – Temporeiche Trickverfilmung. – Cinestar (Sb), Movie World (Sls), Odeon (Mzg), Schmelzer Lichtspiele, Cinema Europa (Zw).

Unsere Erde 2“ von Peter Webber (GB 2017). – Zweiter Teil der bekannten Natur-Doku. –  Cinestar (Sb).

„Der Stern von Indien“ von Gurinder Chadha (GB, Indien 2017). – Gut recherchierter Historienfilm über das Ende der britischen Kolonialherrschaft in Indien. – Filmhaus (Sb), Montag, 15 Uhr.

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NEU: „I Feel Pretty“ von Abby Kohn und Marc Silverstein (USA 2018). – Siehe Kritik auf dieser Seite. – Cinestar (Sb), Movie World (Sls), Eden (Hom), Cinetower (Nk), Schmelzer Lichtspiele.

NEU: „Der Buchladen der Florence Green“ von Isabel Coixet (Spanien/GB/D 2017). – Filmhaus (Sb).

„Wahrheit oder Pflicht“ von Jeff Wadlow (USA 2018). – Altmodischer Horrorfilm, lieblos gezeichnete Charaktere. – Movie World (Sls), Odeon (Mzg).

„Liliane Susewind - Ein tierisches Abenteuer“ von Joachim Masannek (D 2018). – Kinderfilm mit gezwungen wirkendem Humor. – Movie World (Sls), Cinetower (Nk), Eden (Hom).

„Sherlock Gnomes“ von John Stevenson (USA 2018). – Trickfilmfortsetzung ohne Tiefgang. – Cinestar (Sb), UT (Sb), Movie World (Sls), Eden (Hom), Cinetower (Nk), Cinema Europa (Zw).

„A Beautiful Day“ von Lynne Ramsay (GB 2017). – Schwerfälliger Krimi, der sich beim Arthouse-Publikum anzubiedern versucht. – Camera Zwo (Sb).

„Midnight Sun“ von Scott Speer (USA 2017). – Ein reichlich übertrieben wirkendes Teenager-Drama. – Cinestar (Sb).

„Fünf Freunde und das Tal der Dinosaurier“ von Mike Marzuk (D 2018). – Jugendfilm mit neuer Besetzung. – Cinestar (Sb).

„Red Sparrow“ von Francis Lawrence (USA 2018). – Gute Darsteller, miserables Drehbuch. – Cinestar (Sb).

„Die Biene Maja – Die Honigspiele“ von Alexs Stadermann (D/Aus 2017) – Bemüht moralischer Kinderfilm. – Thalia Bous.

„Tulpenfieber“ von Justin Chadwick (USA/GB 2017). – Bescheidene historische Romanze in Amsterdam. – Filmtheater Heusweiler.

Mit großem Erfolg läuft in der Camera Zwo weiterhin „3 Tage in Quiberon“ mit Marie Bäumer als Romy Schneider.
Mit großem Erfolg läuft in der Camera Zwo weiterhin „3 Tage in Quiberon“ mit Marie Bäumer als Romy Schneider. FOTO: Prokino