| 16:22 Uhr

Angezettelt
Diskussion um abgehängtes Gemälde in Manchester

Das Gemälde "Hylas und die Nymphen" (1896) von John William Waterhouse im Lager der Manchester Art Gallery. Foto: Britta Schultejans
Das Gemälde "Hylas und die Nymphen" (1896) von John William Waterhouse im Lager der Manchester Art Gallery. Foto: Britta Schultejans FOTO: Britta Schultejans
Manchester. Eine umstrittene Kunstaktion der Manchester Art Gallery stößt auf großes Publikumsinteresse. Dutzende Besucher hatten am Freitag kleine Zettel mit Kommentaren an die Museumswand geklebt, an der bis vor kurzem noch das Gemälde „Hylas und die Nymphen“ von John William Waterhouse hing. dpa

Das Bild von 1896 zeigt eine Szene aus der antiken Mythologie, in der ein junger Mann von mehreren nackten Nymphen in einen Teich gelockt wird.

Das Museum in der englischen Stadt hatte das Gemälde im Rahmen einer Kunstaktion abgehängt und ins Lager gebracht - nach Museumsangaben, um eine Diskussion über Sexismus in der Kunst anzuzetteln. „Das ist Zensur“, war in einigen Kommentaren zu lesen, „Bringt die Nymphen zurück!“ oder „Es gibt viele Brüste in diesem Museum“. Andere begrüßten die Aktion: „Guter Schachzug“.

Kuratorin Clare Gannaway von der Manchester Art Gallery hatte erklärt, sie wolle eine Debatte darüber auslösen, wie solche Bilder in der heutigen Zeit gezeigt werden sollten.



Webseite der Manchester Art Gallery mit Mitteilung zu der Aktion - Englisch

Zettelchen mit Kommentaren an der Stelle, an der das Gemälde "Hylas und die Nymphen" (1896) von John William Waterhouse in der Manchester Art Gallery ausgestellt war. Foto: Britta Schultejans
Zettelchen mit Kommentaren an der Stelle, an der das Gemälde "Hylas und die Nymphen" (1896) von John William Waterhouse in der Manchester Art Gallery ausgestellt war. Foto: Britta Schultejans FOTO: Britta Schultejans