| 22:51 Uhr

Literaturnobelpreis in der Krise
König rüffelt Nobelpreis-Komittee

Stockholm. König Carl Gustaf hat die Mitglieder der Schwedischen Akademie aufgefordert, ihrer Verantwortung für die ehrwürdige Kulturinstitution gerecht zu werden. „Die Feindseligkeit, die in der Schwedischen Akademie entstanden ist, ist zutiefst bedauerlich und kann der wichtigen Aufgabe der Akademie ernsthaft schaden“, erklärte der Schirmherr des Literaturnobelpreis-Gremiums gestern. Die Verantwortung für die Institution müsse für die Mitglieder immer Priorität haben.

König Carl Gustaf hat die Mitglieder der Schwedischen Akademie aufgefordert, ihrer Verantwortung für die ehrwürdige Kulturinstitution gerecht zu werden. „Die Feindseligkeit, die in der Schwedischen Akademie entstanden ist, ist zutiefst bedauerlich und kann der wichtigen Aufgabe der Akademie ernsthaft schaden“, erklärte der Schirmherr des Literaturnobelpreis-Gremiums gestern. Die Verantwortung für die Institution müsse für die Mitglieder immer Priorität haben.

Hintergrund ist ein Korruptions- und Belästigungsskandal, in dessen Folge drei Mitglieder angekündigt hatten, nicht mehr an Sitzungen teilzunehmen (wir berichteten). Zurücktreten kann man aus ihrer Mitte nach den Statuten von 1786 nicht. König Carl Gustaf erwägt nun, diese Regel zu ändern. Für die Akademie ist es wichtig, die Sitze der inaktiven Mitglieder nachzubesetzen, denn sonst läuft sie Gefahr, das Quorum zur Ernennung neuer Mitglieder bald nicht mehr zu erfüllen.