Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 23:19 Uhr

Jazzfestival St. Ingbert beginnt mit Flausch und Donner

St Ingbert. 30 Jahre „Internationales Jazzfestival St. Ingbert“: Der Eröffnungstag der Jubiläumsausgabe präsentierte unter dem Motto „Gegenwart und Vergangenheit“ zwei Gruppen, von denen die eine popmusikalisches Erbe reanimierte und die andere sich bei ihren Eigenkompositionen auf die Tradition des Soul berief. Kerstin Krämner

Den Auftakt in der Stadthalle machte am Donnerstag das Jazz Ensemble Baden-Württemberg mit seinem aktuellen Programm "Doors without words": verjazzten Titeln der Band "The Doors ", aber "ohne Gesang, und das ist auch besser so", frotzelte Trompeter Thomas Siffling. Er war vergangenes Jahr mit der SAP-Big Band angereist und leitet auch dieses Projekt, zusammen mit Saxofonist Peter Lehel. In Arrangements von Nicolai Thärichen (dessen Tentett war ebenfalls schon Festivalgast) bescherte das Oktett traumschöne Balladen ("Blue Sunday"), rhythmisch entrückte Ritte durch verschiedene Taktarten ("Riders on the storm"), Burleskes ("Light my fire") und Apokalyptisches: "The End" wurde mit einem Gitarrengewitter-Intro (Jo Ambros) eingedonnert. Hörenswert war auch das Soundkonzept, etwa der Orgel- und Fender-Rhodes-Flausch von Jo Bartmes.

Einen Energieschub erfuhr der Abend durch China Moses, die sich als Tochter von Dee Dee Bridgewater längst einen eigenen Namen gemacht hat. Enorm die Bandbreite, stimmliche Vielfalt und die kessen Entertainer-Qualitäten der quirligen Sängerin: Die Palette reichte von unbekümmert-gefälligem Softsoul über pathetische Miniopern bis zu gospeliger Inbrunst. In ihren besten Momenten betörte Moses mit ungebremstem Ausdruck oder katzenhaft lasziver Intimität; als kongenial facettenreicher Widerpart bestach die Saxofonstimme von Luigi Grasso. Das war cool und heiß zugleich - wie die organische Symbiose der gesamten Band und deren samtweiche Rhythmusgruppe.

Heute, Samstag, 20 Uhr: "Jazz de France" und die Trios von Brady Winterstein und Jacky Terrasson. Sonntag, 18 Uhr: Festivalausklang mit der Billy Cobham Band. Infos zum Programm:

www.experience-jazz.de