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Bayerische Blasmusik
Hofgassler begeistern im Rosengarten

Die Hofgassler gestern bei ihrem Konzert im Zweibrücker Rosengarten.
Die Hofgassler gestern bei ihrem Konzert im Zweibrücker Rosengarten. FOTO: leh
Zweibrücken. Rund 500 Zuhörer erfreuen sich an den böhmisch-bayrischen Weisen der saarländischen Bläsergruppe.

Im Rosengarten fanden sich gestern an die 500 Musikfreunde ein, um sich an böhmisch-bayrischer Blasmusik zu erfreuen. Die Stimmung war bestens, es wurde mitgeklatscht und stellenweise sogar mitgesungen. Die Hofgassler sind eine geglückte Mischung gestandener Orchestermusiker aus Kirrberg, schwelgend in Harmonien. 15 Musiker wechseln sich ab im Blech und Holz, darunter fünf Alphörner, unter Kapellmeister Klaus Dejon. Der erklärt zur zweiten Halbzeit: „Fünf Alphörner sind bei uns dabei, jedes 360 Zentimeter lang, es sind Blechblasinstrumente aus ganz bestimmtem Fichtenholz“. Sie gehören zu den Schweizer Nationalsymbolen neben dem Schweizer Taschenmesser, Käse und Schokolade. Sie können auch bei Funk-, Pop- und Jazz-Songs mitmachen. Viele kennen bestimmt die weltberühmte Eliana Burki mit ihrem „Funky Swiss Alphorn“. Im „Alphorngalopp“ und beim Walzer setzten die fünf Alphornbäser starke Akzente. Rauschender Beifall, nicht nur, wenn Peter Schuster seine schmelzende Stimme erhebt, er spielt neben Trompete auch Flügelhorn und Alphorn. Bei der flotten, putzigen Kuckuckspolka bekommt der ein kleines Geschenk, der den Vogel errät, der da auftritt. Ein Knabe ist’s, mit einer blauen Kappe rannte er glücklich von dannen, kuckucksleicht.

Musikalisch liegt alles auf hohem Niveau. Klaus zeigt stolz seinen Tiroler Gürtel mit rotem Adler; was mag er bedeuten? Ernst Mosch ist der Ahnherr der Musiker, bei original tschechischem Text erklimmt die Stimmung einen Hochpunkt, auf Deutsch dann wieder unter „rauschenden Birken“. Gegen Ende die starke Frage, gesungen natürlich: „Kannst du Knödel kochen“? Fazit: Ein durch und durch schöner Nachmittag zum Ausklang der Saison im Rosengarten.