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Friedensausstellung
Friedensausstellung in der Saarbrücker Ludwigskirche

In der Ludwigskirche finden auch Vorträge zur Ausstellung statt.
In der Ludwigskirche finden auch Vorträge zur Ausstellung statt. FOTO: dpa / Werner Baum
Saarbrücken. Die Ausstellung „Frieden geht anders“ zeigt ab kommenden Mittwoch in der Saarbrücker Ludwigskirche Wege auf, wie Kriege gewaltfrei gelöst werden können. Dazu dienen insgesamt neun Konflikte aus unterschiedlichen Weltregionen als Beispiel, wie die Evangelische Kirche im Rheinland am Freitag in Saarbrücken mitteilte.

Das Amt für Jugendarbeit der rheinischen Kirche hat die Schau, die bis 9. September in Saarbrücken zu sehen ist, zusammengestellt.

Hintergrund ist das im Januar von der Landessynode der rheinischen Kirche beschlossene „Friedenswort 2018“ aus Anlass des Endes des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. In dem Friedenswort fordern die Synodalen die Bundesregierung auf, mehr finanzielle und personelle Ressourcen für zivile Konfliktlösungen bereitzustellen. Nötig sei ein Paradigmenwechsel von der Lehre vom gerechten Krieg zu einem Leitbild vom gerechten Frieden, heißt es da.

Die rheinische Synode habe mit ihrem beschlossenen Friedenswort ein Ausrufezeichen gesetzt, erklärte Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann. „Das ist ein langer Prozess, in dem es darum geht, an die biblischen Friedensvorstellungen anzuknüpfen und sie in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen“, betonte der Beauftragte der Evangelischen Kirchen für das Saarland. „Es gibt alternative Wege zum Frieden, wie sie auch in der Friedensausstellung vorgestellt werden.“



Zu der Schau gibt es den Angaben zufolge ein Begleitprogramm mit Gottesdiensten und Gesprächsabenden in der Ludwigskirche. So behandelt ein Gottesdienst am 19. August „100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges“. Am 23. August spricht der französische Pfarrer Marc Seiwert von der Union des Églises protestantes d‘Alsace et de Lorraine zum Thema Krieg und Frieden zwischen Frankreich und Deutschland in der Grenzregion.