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Folk mit einem Hauch Furor: Bruce Cockburn ist zurück

Bruce Cockburn
Bruce Cockburn FOTO: TRUE NORTH RECORDS
Köln. () Er ist seit fast 50 Jahren im Geschäft, jetzt hat der kanadische Folksänger und Gitarrist Bruce Cockburn sein 25. Studioalbum herausgebracht. „Bone on bone“, das erste seit sieben Jahren, ist keine Platte aus einem Guss. Dazu hängt sie musikalisch mitunter zu sehr durch. Und doch enthält sie ein paar Perlen – gleich zu Anfang etwa das programmatische „States I’Am“, was sich mit „Meine Zustände“ übersetzen ließe. Hier zeigt sich Cockburns Meisterschaft, eingängige, doch anspruchsvolle Folksongs zu schreiben, die er auf seiner Akustikgitarre virtuos grundiert.

() Er ist seit fast 50 Jahren im Geschäft, jetzt hat der kanadische Folksänger und Gitarrist Bruce Cockburn sein 25. Studioalbum herausgebracht. „Bone on bone“, das erste seit sieben Jahren, ist keine Platte aus einem Guss. Dazu hängt sie musikalisch mitunter zu sehr durch. Und doch enthält sie ein paar Perlen – gleich zu Anfang etwa das programmatische „States I’Am“, was sich mit „Meine Zustände“ übersetzen ließe. Hier zeigt sich Cockburns Meisterschaft, eingängige, doch anspruchsvolle Folksongs zu schreiben, die er auf seiner Akustikgitarre virtuos grundiert.

Während das folgende „Stab a matter“ gefährlich nach Fernfahrermusik riecht, kriegt Cockburn im betörend schönen „Forty years of wilderness“ schnell wieder die Kurve. Sicher, man hört der Platte an, dass er inzwischen 72 ist und seinen Frieden mit der Welt finden will. Manches klingt, als wolle er uns auffordern, zu seinen melodiös-versonnenen Refrain-Schleifen ein paar Wunderkerzen abzubrennen. Unterm Strich aber ist das ein solides Alterswerk, weit entfernt von müdem, affirmativem Altherrensound. Vor allem Cockburns Texte zeigen, dass er noch genug kritischen Furor hat, nicht zuletzt im großartigen, umweltkritischen Song „False River“.

Bruce Cockburn: Bone on bone (True North Records).