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„Der goldene Handschuh“
Akin-Film spaltet bei der Berlinale die Kritik

Berlin. Der neue Film von Fatih Akin ist bei seiner Premiere im Wettbewerb der Berlinale kontrovers aufgenommen worden. „Der goldene Handschuh“ erzählt die reale Geschichte des Serienmörders Fritz Honka, der in den 70er Jahren in Hamburg mehrere Frauen zerstückelt hat.

„Spiegel Online“ sprach von einem „Splatter-Kammerspiel“: Nach dem Verlassen des Kinos „möchte man sehr heiß duschen und dann mit Mundwasser gurgeln“. Der RBB sah in dem Film das „erste große Ärgernis des Festivals“: Die Welt, die Akin auf die Leinwand bringe, sei eine abstruse Groteske und der Film würdelos. Die „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ konstatierte, der Frauenhass im Film sei „schmerzhaft, hoch problematisch“ und „auch kontextlos“. Der „Tagesspiegel“ dagegen meinte, es sei ein „gelungen düsterer“ Film.