| 23:15 Uhr

Stück um den Reformator
Festspiele nehmen 2021 in Worms Luther in den Blick

Worms/Mannheim. Die Wormser Nibelungen-Festspiele werden ihrem Stoff untreu – allerdings nur einmal. Im Luther-Jahr 2021 soll sich das Stück um den Reformator drehen, der sich 500 Jahre zuvor auf dem Reichstag in Worms geweigert hatte, seine umstrittenen Thesen und als aufrührerisch bezeichnete Lehre zu widerrufen. Die Festspiele würden damit 2021 zum zentralen inhaltlichen Ankerpunkt der Luther-Gesamtfeierlichkeiten, kündigten Intendant Nico Hofmann und der Künstlerische Leiter Thomas Laue am Donnerstagabend in Mannheim bei einem Ausblick auf die nächsten fünf Jahre an.

Die Wormser Nibelungen-Festspiele werden ihrem Stoff untreu – allerdings nur einmal. Im Luther-Jahr 2021 soll sich das Stück um den Reformator drehen, der sich 500 Jahre zuvor auf dem Reichstag in Worms geweigert hatte, seine umstrittenen Thesen und als aufrührerisch bezeichnete Lehre zu widerrufen. Die Festspiele würden damit 2021 zum zentralen inhaltlichen Ankerpunkt der Luther-Gesamtfeierlichkeiten, kündigten Intendant Nico Hofmann und der Künstlerische Leiter Thomas Laue am Donnerstagabend in Mannheim bei einem Ausblick auf die nächsten fünf Jahre an.

Der Schwenk zu Luther sei aber nur ein Ausflug, sagte Laue. Geplant ist unter anderem auch eine Zusammenarbeit mit dem Bestsellerautor Bernhard Schlink („Der Vorleser“, „Selbs Justiz“), von dessen Werken Hofmann schon mehrere verfilmt hat. Das Jahr der Kooperation steht noch nicht fest. Für das kommende Jahr entwickelt der Dramatiker Thomas Melle zusammen mit der Regisseurin Lilja Rupprecht und Laue eine Interpretation des Nibelungenstoffs. „Überwältigung“ lautet der Arbeitstitel des Stücks, in dem Melle nach Mitteilung der Festspiele die Wirkmächtigkeit von Göttern und ihren Einfluss auf das menschliche Machtstreben untersucht. Für das Jahr darauf schreibt der Österreicher Ferdinand Schmalz ein Stück, in dem die Frauen – vor allem Brünhild und Kriemhild – treibende Kraft der Geschichte sind.

Im Jahr 2022 wird der Spielort vor dem Wormser Dom erweitert: das Team will die Stadt einbeziehen. In diesem Jahr wird „Siegfrieds Erben“ von Feridun Zaimoglu und Günter Senkel gespielt.



(dpa)