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Historische Jury-Entscheidung
Erstmals Graphic Novel für Man Booker Preis nominiert

London. (PM) Erstmals in der Geschichte des Man Booker-Preises, der wichtigsten britischen Literaturauszeichnung, hat es eine Graphic Novel auf dessen Longlist geschafft: „Sabrina“ des Comiczeichners Nick Drnaso.

Seine 200-seitige Graphic Novel handelt vom Verschwinden einer jungen Frau in der virtuellen Welt. Die Jury erklärte zur Begründung, vor dem Hintergrund der sich ändernden fiktionalen Literatur sei es nur eine Frage der Zeit gewesen, bis eine Graphic Novel in die engere Auswahl für den Preis gekommen sei.

Zwölf weitere Werke stehen auf der Longlist – darunter vier Debüts von Sophie Mackintosh („The water cure“), Guy Gunaratne („In our mad and furious city“), Robin Robertson („The long take“) und Daisy Johnson („Everything under“). Nominiert sind ferner Bellinda Bauers Thriller „Snap“ um eine Mutter, die ihre drei Kinder nach einer Autopanne alleine zurücklässt, Richard Powers’ „The overstory“ sowie der gerade auf Deutsch erschienene neue Roman „Kriegslicht“ von Michael Ondaatje („Der englische Patient“). Nominiert werden können fremdsprachige, ins Englische übersetzte und im Vereinigten Königreich publizierte Romane oder Short Stories.