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Filmfestival von Locarno
Drei deutsche Filme beim Festival von Locarno

Locarno. (dpa/PM) In seiner 71. Ausgabe zeigt das am 1. August beginnende Filmfestival Locarno in verschiedenen Reihen und Sektionen mehr als 200 Filme. Carlo Chatrian, künstlerischer Leiter des Festivals und künftiger Berlinale-Chef, setzt auf Filme, die sich „auf persönliche Geschichten konzentrieren“.

Aus Deutschland kommt neben Jan Bonnys „Wintermärchen“, der die Geschichte einer rechten Terrorzelle erzählt, die Anschläge auf Ausländer plant. Außerhalb des Wettbewerbs laufen zwei weitere deutsche Filme: Eva Trobischs gerade beim Münchner Filmfest zweifach ausgezeichnetes Debüt „Alles ist gut“ um die Folgen der Vergewaltigung einer jungen Frau sowie Sandra Nettelbecks „Was uns nicht umbringt“ über einen Psychotherapeuten in einer Lebenskrise – mit Barbara Auer, Sophie Rois und August Zirner prominent besetzt. Nettelbeck gewann 1998 mit ihrem zweiten Spielfilm „Mammamia“ den Saarbrücker Max-Ophüls-Preis.

Eröffnen wird das Festival der französische Spielfilm „Les beaux esprit“ von Vianney Lebasque. Außerdem wird Leo McCareys 1929 uraufgeführte Kurzfilm-Komödie „Liberty“ mit Stan Laurel und Oliver Hardy zu sehen sein. McCarey, in den 1930er, 40er und 50 Jahren eine Hollywoddgröße, ist die diesjährige Retrospektive gewidmet. Chatrian versprach eine Festival-Ausgabe, „die leichter und freier sein will“. In diesem Jahr dürfe in Locarno viel gelacht werden.