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Kunsthalle Mannheim
Kunsthalle Mannheim präsentiert ihr neues Jahresprogramm

Mannheim. Das Programm der Kunsthalle Mannheim steht in diesem Jahr im Zeichen der französischen Moderne. Höhepunkt sei die Ausstellung „Inspiration Matisse“, sagte Direktorin Ulrike Lorenz am Freitag bei der Jahrespressekonferenz des Ausstellungshauses.

Der vor 150 Jahren geborene französische Maler, Grafiker und Bildhauer habe die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. Bereits im März werden Werke des Bildhauers Henri Laurens (1885-1954) präsentiert.

Laurens Werkschau „Wellentöchter“ präsentiert ab 1. März rund 60 Skulpturen und etwa 50 Druckgrafiken, Zeichnungen und Künstlerbücher. Der Künstler gehörte zum Kreis der Kubisten um Georges Braque und Pablo Picasso.

Ab 26. September wird dann Matisse als „Künstler für Künstler“ präsentiert. Rund 120 Gemälde, Plastiken und grafische Arbeiten sollen gezeigt werden.



Museen müssten den Sprung in die digitale Welt meistern, um langfristig bestehen zu können, sagte Lorenz. „Wenn wir unsere Kunstwerke nicht ins Netz stellen, verlieren wir diejenigen Menschen, die fast nur noch online unterwegs sind“, sagte sie. Bisher würden Museen kaum Bildmaterial von Exponaten online zur Verfügung stellen, wegen der teuren Bildrechte.

Um dies zu ändern und die Bilder digital nutzen zu können, habe die Kunsthalle eine Kooperation mit der Verwertungsgesellschaft (VG) Bild-Kunst gestartet, sagte Lorenz, die im August zur Klassik Stiftung nach Weimar wechselt.

Die VG Bild-Kunst nimmt die Urheberrechte von Künstlern wahr. Jetzt soll ein dreijähriger Erprobungsvertrag der Kunsthalle als Lizenznehmer ermöglichen, Erfahrungen mit der digitalen Nutzung von Werken der Bildenden Kunst zu sammeln. Die dabei gesammelten Daten könnten der Verwertungsgesellschaft als Grundlage für ein für alle deutsche Museen geeignetes Vertragswerk zur Online-Verwendung von Bildmaterial dienen.