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Damals eine „Waffe im Klassenkampf“
Der „Schwarze Kanal“ der DDR sendet wieder

     Der Moderator Karl-Eduard von Schnitzler starb 2001 im Alter von 83 Jahren.  Foto: Frank/dpa
Der Moderator Karl-Eduard von Schnitzler starb 2001 im Alter von 83 Jahren. Foto: Frank/dpa FOTO: dpa / Florian Frank
Berlin. Der „Schwarze Kanal“ des DDR-Fernsehens geht wieder auf Sendung. Das kündigt die in Berlin erscheinende Tageszeitung Junge Welt an, auf deren Internetportal die Weiterentwicklung der einst von Karl-Eduard von Schnitzler erfundenen und moderierten Sendung seit Freitagabend verfügbar ist. „Der Schwarze Kanal“ war die bekannte Sendung des DDR-Fernsehens; in über 1500 Folgen klärte sie über „die westliche antikommunistische Propaganda“ auf. ots

Die Junge Welt will den „Schwarzen Kanal“ nun nicht als Kopie wiederbeleben, sondern als Glossen in Form von Videos und Audio-Podcast – zunächst monatlich, in näherer Zukunft wöchentlich. Márta Rafael, Ehefrau des 2001 verstorbenen Journalisten Karl-Eduard von Schnitzler, hatte der Jungen Welt gestattet, die Sendung  ihres Mannes fortzusetzen. Der hatte sich 1989 so von seiner Sendung verabschiedet: „Ich werde meine Arbeit als Kommunist und Journalist für die einzige Alternative zum unmenschlichen Kapitalismus fortsetzen. Als Waffe im Klassenkampf (...) Auf Wiederschauen.“