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Das Selbst im Kopf

Kaiserslautern. Unter dem Titel "Das Selbst im Kopf" zeigt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern vom 25. Mai bis 21. August Künstlerselbstbildnisse des 20. Jahrhunderts in einer konzentrierten Übersicht. Die Ausstellung mit rund 60 Gemälden und Graphiken international bekannter Künstler wird am Dienstag, 24

Kaiserslautern. Unter dem Titel "Das Selbst im Kopf" zeigt das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern vom 25. Mai bis 21. August Künstlerselbstbildnisse des 20. Jahrhunderts in einer konzentrierten Übersicht. Die Ausstellung mit rund 60 Gemälden und Graphiken international bekannter Künstler wird am Dienstag, 24. Mai, um 19 Uhr von Annette Reich und Heinz Höfchen vom Museum des Bezirksverbands Pfalz eröffnet.Rembrandts berühmtes, radiertes "Selbstbildnis mit Säbel" begrüßt die Besucher als Auftakt zur Ausstellung und verweist auf die lange und große kunsthistorische Tradition des Themas seit der Renaissance. Fokussiert auf die Moderne, stellt die Schau die Auseinandersetzung des Künstlers mit der eigenen Physiognomie und der eigenen Körperlichkeit in den Diskurs. Die Arbeiten sind Ausdruck der Befindlichkeit und Spiegel des Selbst, zeigen aber auch Zweifel und Verzweiflung am Ich.

Den bemerkenswerten Sammlungsbestand des Museums Pfalzgalerie an Selbstbildnissen zeigt besonders deutlich eine Gruppe von rund 20 Arbeiten der deutschen Impressionisten Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth, wobei alle drei Hauptmeister des Stils mit prägnanten, wichtigen Gemälden und Graphiken vertreten sind. Max Beckmann, der große Einzelgänger des Expressionismus, wird mit fünf Exponaten vorgestellt, Käthe Kollwitz mit einer Suite eindringlicher Arbeiten, darunter das bedeutende, um 1923 entstandene "Selbstbildnis mit zwei Händen links".

Zeitgenössische Künstler setzen sich mit dem eigenen "Selbst im Kopf" auseinander und verleihen dem Rätsel menschlicher Natur Ausdruck und Form. Beispiele hierfür sind Werke von Franz Bernhard, Annegret Hoch, Leiko Ikemura, Martin Streit und Heike Kati Barath. Letztere thematisiert das Bildnis humorvoll, monströs und makaber auch in ihrer Werkschau im Erdgeschoss des Museums. red



Öffnungszeiten: Dienstag elf bis 20 Uhr, Mittwoch bis Sonntag zehn bis 17 Uhr, an Feiertagen zehn bis 17 Uhr, Ostersonntag und -montag geöffnet.

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