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Saarbrücker Filmfestival Max Ophüls Preis
Es bleibt schwierig mit der Heimat

Ronald Zehrfeld, 2014 Mitglied der Ophüls-Jury, spielt in „Das Ende der Wahrheit“ einen BND-Ermittler.
Ronald Zehrfeld, 2014 Mitglied der Ophüls-Jury, spielt in „Das Ende der Wahrheit“ einen BND-Ermittler. FOTO: Prokino Filmverleih GmbH / Walker + Worm Film / Bernd Schuller
Saarbrücken. Der deutsche Thriller „Das Ende der Wahrheit“ eröffnet das Saarbrücker Filmfestival Max-Ophüls-Preis. Von Tobias Kessler

Ein Polit-Thriller eröffnet das kommende 40. Filmfestival Max Ophüls Preis (14. bis 20. Januar 2019): „Das Ende der Wahrheit“ läuft am Festivalmontag im Saarbrücker Cinestar. Philipp Leinemanns Film (Buch und Regie) erzählt von einem Asienexperten beim Bundesnachrichtendienst – nach einem Drohnenangriff der US-Armee in Asien geschieht ein Anschlag in einem Münchener Restaurant, offensichtlich ein Vergeltungsschlag. Bei seinen Ermittlungen wird dem Experten (gespielt von Ronald Zehrfeld) klar, dass der Fall nicht ganz so einfach ist – in der eigenen Behörde lernt er Korruption und Machtmissbrauch kennen, bis ihm Zweifel an der Mission des BND kommen. Regisseur Leinemann, der 2014 mit „Wir waren Könige“ debütierte, einem exzellenten Krimi über Machtstrukuren bei der Polizei, kommt zur Uraufführung seines Films; mit den Hauptdarstellern Ronald Zehrfeld und Alexander Fehling darf man wohl rechnen.

Das Festival hat außerdem einige weitere Wettbewerbsfilme benannt: Da ist etwa der Spielfilm „Electric Girl“ (Uraufführung) über die Synchronsprecherin einer japanischen Zeichentrickheldin, die sich langsam von der Realität entfernt und in bunte Manga-Welten abdriftet. Ebenfalls als Uraufführung ist „Das letzte Land“ zu sehen, über die Flucht zweier Männer von ihrem öden Planeten und die Suche nach einer neuen Heimat. Von der Heimat erzählt auch „A Gschicht über d’Lieb“, laut Festival ein Spielfilm über ein Landidyll, das keines ist. Liebe, Ächtung, Totschlag und Befreiuung.“

Im Dokumentar-Wettbewerb, bei dem nun erstmals auch ein Publikumspreis vergeben wird, läuft „Congo Calling“ über die Formen der Zusammenarbeit zwischen Europa und Afrika, zwischen Reich und Arm.



Morgen beginnt der Vorverkauf der Festivalpässe: 11.30 Uhr im Festivalbüro in der Mainzer Str. 8 c. Infos: ww.ffmop.de