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Nachruf
Cars-Sänger Ric Ocasek mit 75 Jahren gestorben

New York. Der Sänger der US-Rockgruppe The Cars, Ric Ocasek, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Entsprechende US-Medienberichte bestätigte die Polizei in New York gestern der Deutschen Presse-Agentur.

Demnach wurde der Musiker am Sonntag in Manhattan leblos in einem Haus gefunden. Die New-Wave-Band wurde in den 70er und 80er Jahren mit Songs wie „Just What I Needed“ und „My Best Friend’s Girl“ bekannt. Nach der Auflösung 1988 machte Ocasek solo weiter.

Ocasek – der mit bürgerlichem Namen Richard Theodore Otcasek hieß – wurde in Baltimore als Sohn eines Nasa-Mitarbeiters geboren. Seine Großmutter legte ihm eigenen Angaben zufolge das Singen nah und kaufte ihm auch seine erste Gitarre, als er 14 war. Sein Studium schmiss er und wendete sich der Musik zu.

Zusammen mit seinem langjährigen Freund Benjamin Orr gründete Ocasek 1978 The Cars und kreierte im New-Wave-Zeitalter einen Sound an der Grenze zwischen Punk und Pop, der sowohl szenetauglich als auch fürs Radio geeignet war. Ihre Songs waren eigen und auf den Punkt, raue Kanten aber wurden in der Produktion abgeschliffen. The Cars wurden damit einem breitem Publikum zugänglich. Ihre Alben verkauften sich Millionen Mal, 2018 zog die Band in die Rock and Roll Hall of Fame ein. Danach versuchte sie ein kurzzeitiges Comeback.



Viele Musikerkollegen zeigten sich nach der Todesnachricht geschockt. „Ruhe in Frieden. Ich habe die Arbeit mit seiner Band geliebt“, schrieb Billy Idol bei Twitter. Richard Marx erklärte: „Du warst ein wahres Original“. Und Schauspielerin und Sängerin Bette Midler schrieb über die Cars: „Unfassbar. Ihr Sound war der Sound eines ganzen Jahrzehnts. Bissig, verschmitzt, unbeschwert, sarkastisch und amüsant.“

Schlagzeilen hatte im vergangenen Jahr auch die Trennung Ocaseks von Ex-Supermodel Paulina Porizkova gemacht. Die beiden haben zwei gemeinsame Kinder.