| 00:00 Uhr

Cannes-Wettbewerb: Godard, Cronenberg, Loach und Leigh

Cannes. Die Regisseure Jean-Luc Godard, David Cronenberg, Ken Loach und Tommy Lee Jones können sich beim diesjährigen Filmfestival von Cannes Hoffnungen auf die begehrte Goldene Palme machen: Ihre Filme gehören zu den 18 Werken, die im Mai im Hauptwettbewerb an der Côte d'Azur laufen werden, wie die Organisatoren am Donnerstag bekanntgaben. Ein deutscher Film schaffte es nicht in die Auswahl. afp



Der französische Regie-Großmeister Godard wird mit seinem neuesten Film "Adieu au langage" im Hauptwettbewerb des Festivals vertreten sein, das vom 14. bis zum 25. Mai stattfindet. Sein Landsmann Bertrand Bonello geht mit dem in Deutschland am Donnerstag angelaufenen Film "Yves Saint-Laurent" ins Rennen. Der Franzose Michel Hazanavicius, der mit dem Oscar-prämierten Stummfilm "The Artist" international bekannt wurde, ist mit "The Search" bei der nunmehr 67. Ausgabe des weltgrößten Filmfestivals vertreten.

Die britischen Regisseure Ken Loach mit "Jimmy's Hall" und Mike Leigh mit "Mr. Turner" wurden ebenso für den Hauptwettbewerb ausgewählt wie die US-Filmemacher Tommy Lee Jones mit "The Homesman" und Bennett Miller mit "Foxcatcher". Der kanadische Filmemacher Cronenberg ist mit "Maps to the Stars" vertreten, der bereits in Cannes ausgezeichnete türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan mit "Winter Sleep", die belgischen Brüder Jean-Pierre et Luc Dardenne mit "Deux jours, une nuit".

Zudem haben Filme von Regisseuren aus Argentinien, Italien, Japan, Mauretanien und Russland Chancen auf die Goldene Palme. Programmleiter Thierry Frémaux sagte in Paris, die Auswahl sei von einer "gewissen Kühnheit" geprägt, "von den Filmen selbst, aber auch von denen, die sie gemacht haben".

Ein deutscher Film wurde - wie bereits im vergangenen Jahr - nicht in die Auswahl für den Hauptwettbewerb aufgenommen. Dafür ist der deutsche Regisseur Wim Wenders zusammen mit Juliano Ribeiro Salgado mit dem Film "The Salt of the Earth" im Nebenwettbewerb "Un certain regard" (Ein gewisser Blick) vertreten. Dort wird der Streifen unter anderem gegen das Regie-Erstlingswerk des Hollywood-Beaus Ryan Gosling, "Lost River" (Verlorener Fluss), antreten.

Die Organisatoren des Festivals müssen jedes Jahr aus rund 1800 eingereichten Filmen eine Vorauswahl treffen.