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Cannes: Diskussionen über Weinstein
Cannes: Jubel über Youtuber

Mads Mikkelsen spielt in „Arctic“ die Hauptrolle.
Mads Mikkelsen spielt in „Arctic“ die Hauptrolle. FOTO: dpa / Arthur Mola
Cannes. Der YouTube-Star Joe Penna ist für seinen Debütfilm, das Überlebensdrama „Arctic“, beim Festival in Cannes euphorisch gefeiert worden – genauso wie sein Hauptdarsteller Mads Mikkelsen. Der spielt einen Mann, der in der Eiswüste der Arktis mit einem Flugzeug verunglückt ist. Irgendwann muss er sich entscheiden, ob er in seinem notdürftig eingerichteten Lager ohne Hoffnung auf Rettung bleibt oder die lebensbedrohliche Wanderung durch das Eis wagt. Der 30-Jährige Penna lebt in Los Angeles und wurde mit seinen YouTube-Beiträgen enorm erfolgreich.

Der YouTube-Star Joe Penna ist für seinen Debütfilm, das Überlebensdrama „Arctic“, beim Festival in Cannes euphorisch gefeiert worden – genauso wie sein Hauptdarsteller Mads Mikkelsen. Der spielt einen Mann, der in der Eiswüste der Arktis mit einem Flugzeug verunglückt ist. Irgendwann muss er sich entscheiden, ob er in seinem notdürftig eingerichteten Lager ohne Hoffnung auf Rettung bleibt oder die lebensbedrohliche Wanderung durch das Eis wagt. Der 30-Jährige Penna lebt in Los Angeles und wurde mit seinen YouTube-Beiträgen enorm erfolgreich.

„Abwesend, und doch in allen Köpfen“: So lautet der Tenor zahlreicher Medien zur Post-Weinstein-Ära in Cannes. Der Hollywood-Prozent, der der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung bezichtigt wird, gehörte Jahrzehnte in Cannes zu den Stammgästen. Wie zuvor findet das Event diesmal im Luxushotel Cap-Eden-Roc in der Nähe von Cannes statt. Wie die Stimmung unter den mehr als 900 VIPs der Filmbranche, Mannequins und Schauspielerinnen am 17. Mai sein wird, bleibt fraglich. In der Nobelabsteige mit Meerwasserpool hatte Weinstein auch seine Suite, in die er seine Opfer gelockt haben soll.

Debatten über die Stellung der Frau in der Filmbranche stehen auf dem Programm. Ob das Festival damit das Kapitel Weinstein abschließen kann, wird von einigen in Frage gestellt, darunter Kate Muir. Für die Autorin und Ex-Chef-Filmkritikerin der „Times“ ist Cannes eine „zweiwöchige Zelebrierung männlichen Gehirns und weiblicher Schönheit“.