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Letzte Ehre
Abschied von Charles Aznavour

Paris. Frankreich hat am Freitag in einer nationalen Trauerfeier Abschied von Charles Aznavour genommen. Präsident Emmanuel Macron begrüßte am Grab Napoleons auf dem Hof des Invalidendoms den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan, seine Vorgänger François Hollande und Nicolas Sarkozy sowie den Schauspieler Jean Paul Belmondo.

Der Chansonnier mit armenischen Wurzeln ist am 1. Oktober im Alter von 94 Jahren gestorben.

Sein Sarg wurde in eine französische Fahne gehüllt von einer Militäreskorte in den Hof des Invalidendoms gebracht, dazu erklang ein traditionelles armenisches Lied. Ein Blumengesteck in den Farben der armenischen Fahne wurde dazugestellt. „Jeder Armenier betrachtet ihn als einen nahen Verwandten, weil Aznavour der ist, der Armenien auf das Dach der Welt gehoben hat“, sagte Paschinjan.

Macron würdigte den Sänger und Schauspieler, der fast Tausend Lieder schrieb, als einen Künstler, der Millionen von Menschen Trost und Heilung gab. „So viele Jahrzehnte machte er unser Leben süßer, unsere Tränen weniger bitter“, sagte Macron. Er verglich Aznavour mit dem französischen Dichter Guillaume Apollinaire. „Die französische Sprache ist nicht nur der Kitt der Nation, sie ist ebenso ein Katalysator für Freiheit und Hoffnung“, erklärte Macron. Zum Abschluss der Zeremonie erklang Aznavours „Emmenez-Moi“ – „Nimm mich doch mit“.