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Areal der Berliner Mauer soll Gedenk-, Kunst- und Bildungsort werden
Die Zukunft der East Side Gallery in Berlin ist gesichert

Berlin. Die Zukunft der Berliner East Side Gallery ist gesichert. Weitere Bauprojekte an der weltweit längsten Open-Air-Galerie auf dem früheren Grenzstreifen zwischen Ost- und West-Berlin „schließen wir hundertprozentig aus“, sagte der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Axel Klausmeier, gestern.

Das mit 1,3 Kilometer längste noch erhaltene Teilstück der Berliner Mauer zwischen den Stadtteilen Friedrichshain und Kreuzberg gehört seit November zu der Stiftung, die dazugehörigen Grundstücke wurden an die Stiftung übertragen. Die East Side Gallery selbst steht unter Denkmalschutz.

Für das Gelände gebe es keinen Bebauungsplan und keine Bauvoranfragen mehr, sicherte Klausmeier zu. In den vergangenen Jahren waren wiederholt Teilstücke der 1990 von 118 Künstlern aus aller Welt bemalten Mauer entfernt worden. Unter anderem wurde ein Wohnturm mit Luxusappartements errichtet.

Für den Erhalt des Denkmals, die Pflege des Areals und die Vermittlung des Ortes stellt Berlin jährlich 250 000 Euro zur Verfügung. Klausmeier kündigte an, das Areal zu einer Gedenk-, Bildungs- und Kunststätte auszubauen. Mit drei Millionen Besuchern pro Jahr sei die East Side Gallery eine der Hauptattraktionen von Berlin, ohne dass es bislang eine entsprechende touristische Infrastruktur gebe.