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Museum in Erklärungsnot
US-Bibelmuseum: Teile gefälscht

Washington. Dem Bibelmuseum in Washington macht knapp ein Jahr nach dessen Eröffnung ein Skandal um gefälschte Schriftrollen vom Toten Meer zu schaffen. Zumindest einige Teile der prestigeträchtigen Sammlung seien nicht echt, gab die Einrichtung in der US-Hauptstadt am Montag zu.

Der Bekanntgabe war eine technische Analyse eines Teams deutscher Wissenschaftler vorausgegangen. Es kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei mindestens fünf der 16 Fragmente in dem Museum um Fälschungen handelt.

Die Authentizität der Sammlung war bereits rund um die Eröffnung des 500 Millionen Dollar teuren Bibelmuseums im November 2017 infrage gestellt worden. Der Großteil der Sammlung wird von der israelischen Antiquitätenbehörde streng kontrolliert. Um das Jahr 2002 tauchten mysteriöserweise indes eine Reihe neuer Fragmente auf, was Warnungen von Bibelforschern nach sich zog.