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Pop
Art Garfunkel will nicht über Paul Simon sprechen



Art Garfunkel 2015 in Düsseldorf bei einer Preisverleihung.
Art Garfunkel 2015 in Düsseldorf bei einer Preisverleihung. FOTO: dpa / Monika Skolimowska
Frankfurt. Der US-Popsänger Art Garfunkel (76) glaubt an die Kraft der Musik. In seinem Land erlebe er gerade eine sehr harte Zeit. „Es gibt eine ungeheure Toleranz für eine mittelmäßige, gegenaufklärerische Politik“, sagte der ehemalige Bandpartner von Paul Simon (siehe Bericht links) der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“.

„Ich glaube, wir sind ein zynisches Land geworden.“ Musik habe indes „eine wunderbare Kraft, all diese Dinge zu durchbrechen, so Garfunkel.

Er selbst sei heute auf der Bühne entspannter als früher. „Ich bin mündig geworden. Es bedarf der meisten Deiner Lebenszeit, um Dir nicht selbst im Weg zu stehen. Wenn Du es bis zur Entspannung hinter der Entspannung schaffst, erreichst Du schließlich einen Ort, an dem Du auf der Bühne voller Liebe bist.“ Nachdem er seine Stimme 2010 verloren und 2013 die Fähigkeit zu singen zurückgewonnen hatte, habe er eine neue Show nach dem Prizip „Weniger ist mehr“ gestaltet. „Ich gehe völlig darin auf.“ Daneben lese er viel. „Ich schaue kein Fernsehen, und ich bin ein entspannter Vater. Ich schaue meinen Kindern beim Großwerden zu, aber am Abend lese ich.“

Sein Verhältnis zu Paul Simon möchte Garfunkel nicht kommentieren. „Es ist mir unangenehm, darüber zu reden.“