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Erinnerung an Nachkriegsprozesse
500 000 Besucher im Nürnberger Memorium

Nürnberg. () Das Memorium Nürnberger Prozesse hat gestern den 500 000 Besucher seit der Eröffnung vor sechseinhalb Jahren begrüßt. Eine Familie aus Madrid bekam demnach ein Präsent und freien Eintritt in die Dauerausstellung über dem Nürnberger Schwurgerichtssaal 600, in dem nach dem Zweiten Weltkrieg die Hauptprozesse gegen die NS-Kriegsverbrecher stattfanden. Der Saal selbst wird derzeit noch vom Gericht genutzt und ist deshalb nicht immer für Besucher zugänglich. Dies soll sich ändern, wenn der geplante Neubau der Justiz in Nürnberg fertig ist.

Das Memorium zeigt die Historie der Hauptprozesse gegen die NS-Kriegsverbrecher nach 1946 nebst Folgen bis zur Einrichtung des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag.

Die juristische Aufarbeitung des Nazi-Unrechts in Deutschland markiert die Geburtsstunde des modernen Völkerstrafrechts. Mit den Nürnberger Prinzipien erhob die internationale Staatengemeinschaft 1950 erstmals universal den Anspruch, die Straflosigkeit völkerrechtlicher Verbrechen zu beenden.

(kna)