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Campus
Auslands-Akademiker feiern ihren Abschluss

Stolz zeigen die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme ihre Abschlusszertifikate. Lob gab es von Hochschul-Präsident Hans-Joachim Schmidt (Bildmitte mit Anzug). ⇥Foto: David Oliver Betz
Stolz zeigen die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahme ihre Abschlusszertifikate. Lob gab es von Hochschul-Präsident Hans-Joachim Schmidt (Bildmitte mit Anzug). ⇥Foto: David Oliver Betz FOTO: David Oliver Betz / liver Betz
Zweibrücken . 76 Prozent der Teilnehmer einer Qualifizierungsmaßnahme haben bereits einen Job.

13 Migranten mit einem technischen Hochschulabschluss sind auf dem Zweibrücker Campus der Hochschule Kaiserslautern fit für den deutschen Arbeitsmarkt gemacht worden.

76 Prozent von ihnen haben bereits eine Arbeitsstelle gefunden. Nun wurden die Zertifikate für die Fortbildung überreicht. Antoni Picard ist der wissenschaftliche Leiter des Programms mit dem Namen „IQ“ was für „Integration durch Qualifizierung“ steht. Er ist überglücklich, was seine Studenten erreicht haben. „Als Professor an der Hochschule baut man normalerweise kein so tiefes Verhältnis auf. Aber hier ging es eben auch um solche Themen wie pünktliche Abgabe von Projekten. Das ging weit über das Normale hinaus. Ich bin sehr dankbar, dass das alles so geklappt hat, bin sehr zufrieden mit dem ganzen Team“, so Picard. Wie innig die Beziehung zwischen Team und Studenten tatsächlich ist, zeigte sich kurz vor dem offiziellen Teil, als sich die Klasse mit Blumen und Pralinen bei ihren Lehrern und Betreuern bedankt hat. Den Stellenwert des Projektes, das bereits eine Neuauflage sicher hat, zeigte sich auch darin, dass Hochschulpräsident Hans-Joachim Schmidt gekommen war. „Sie haben eine Leistung vollbracht, die mehr ist als Lernen und Studieren. Sie haben das mit einer Historie getan, die wir uns zum Teil gar nicht vorstellen können“, streifte Schmidt auch die persönlichen, teils schicksalhaften Wege der Studenten, die sie nach Deutschland geführt hatten.

„Wir alle brauchen Sie, wir sind froh dass Sie da sind. Und wer etwas anderes sagt, der ist dumm“, so Schmidt. Weiter sagte er: „Wir brauchen Sie als Menschen, als Inspiration, als Bereicherung. Es ist wichtig, dass sie Beispiele geben. Sie sind Role Models. Sie sind Heroes“, endete er. Silke Weber, die Projektleiterin, gestand, dass sie auch Wehmut in sich spüre. Aber die nächste Runde stehe bereits vor der Tür und die Absolventen seien der erste von hoffentlich vielen Jahrgängen, der erfolgreich sein Zertifikat erwirbt.